Auf der Zielgeraden

Im April habe ich meine Freizeit größtenteils in Malerklamotten verbracht. Es soll gutes Wetter gewesen sein und ja, Sommersprossen habe ich auch bekommen:

April (Symbolfoto)

Da das alles schon eine Weile her ist und ich mangels Zeit mir nicht alles ganz genau merken konnte, ist dieser Blogpost eventuell leicht chaotisch. Aber alles besser als nichts.

Bauwoche 31

Mein letzter Blogpost endete mit einer Erdbohrung, der neue Blogpost beginnt mit einer. Für unsere Erdwärmepumpe haben wir nämlich nicht – wie eigentlich geplant – eine Bohrung auf 90 m, sondern zwei Bohrungen auf 50 m bekommen.

Erdwärmebohrung, die Zweite
Einmal zwei Erdwärmeleitungen

Die Maler haben im April eine Pause eingelegt, nachdem das Wohnzimmer fertig mit Streichputz verputzt und gestrichen war. Flur, Treppenhaus und den Flur oben hatten sie schon verputzt, aber noch nicht gestrichen, da die Wände sowieso wieder dreckig werden, wenn so viele Handwerker noch da durch müssen.

Für Christian und mich gingen jetzt aber die Malerarbeiten los. Unser erster Raum sollte das Büro werden. Christian hatte dort schon die Deckenfuge gespachtelt, wir mussten jetzt die glatte Betondecke mit Haftgrund und die Wände mit Streichputz grundieren und im Anschluss anmalen. Für die oberen Räume haben wir die „gute“ Setta-Farbe bekommen, für die Kellerräume die „mittelgute“ Caparol-Farbe vom Maler bekommen. (Spoiler-Alert: Es loht  sich, die wirklich gute Farbe zu nehmen)

Nachdem wir das Büro schon fertig grundiert hatten, haben wir in dieser Woche auch schon mit den oberen Schlafzimmern angefangen: Hier ein ähnliches Spiel: Die Decken und Schrägen aus Rigips mussten mit einer anderen Grundierung vorbereitet werden, die restlichen Wände haben wir mit Streichputz bestrichen. Dann wieder alls mit der Setta-Farbe anmalen.

Am Wochenende kamen dann auch meine Eltern zu Besuch und haben es sich nicht nehmen lassen, über die immer noch recht wackelige Leiter ins Obergeschoss zu steigen. Nachdem ich vor der Leiter anfangs wirklich etwas Panik hatte, steige ich die mittlerweile fast blind und vollbepackt hoch und runter.

Hausbesichtigung mit meinen Eltern

In dieser Woche hat außerdem der Fliesenleger angefangen, das Bad unten zu fliesen.

Bauwoche 32
Streichputzidylle im Abendlicht

Den frühen Sommereinbruch Mitte April haben wir größtenteils schwitzend und malend verbracht. Wir wollten die Decken und Wände gestrichen haben, bevor die Bodenbeläge in den Räumen sind. Das Büro, das im Erdgeschoss neben dem Wohnzimmer ist, bekommt Fliesenbelag und der Fliesenleger hatte ja schon letzte Woche seine Arbeit in den Bädern angefangen. Wir hatten abgemacht, dass er erstmal in der Küche loslegen soll und wir schnell das Büro mit der Setta-Farbe fertig streichen, aber das hatte er wohl vergessen und das Büro als erstes gefliest. Nach kurzer Rücksprache hatte er sich aber entschuldigt, den Boden im Büro mit Vlies abgedeckt und wir konnten dort zu Ende streichen.

Das halb geflieste Büro – an den Wänden Streichputz und an der Decke die erste von zwei Farbschichten
Der Küchenfußboden in Betonoptik
Übergang von der Küche zum Wohnzimmer mit Fliesen in Holzoptik

Im unteren Bad wurde die Dusche und die Abkastung von Klo und Waschbecken in dieser Woche gefliest.

Dusche im Bad unten
Abkastung im Bad unten

Diese Woche wurde auch die Badewanne geliefert und der Estrich im oberen Bad noch etwas ausgesägt, da das ursprünglich für die Badewanne vorgesehene Loch im Boden etwas zu klein war.

Badewanne

Der Fliesenleger hat aus Kalkstein und wedi-Platten auch noch das Drumrum für die Badewanne gebastelt. Sieht so nackt erstmal recht abenteuerlich aus.

Badewannenbauwerk

Einen Tag später war dann aber auch die Badewanne eingesetzt.

Fertig eingesetzte Badewanne
Bauwoche 33

Auch in der letzten Aprilwoche hat der Fliesenleger wieder einiges geschafft. Bis auf das Bad unten sind jetzt alle Böden gefliest. Ansonsten sind für den Fliesenlegen nur noch Kleinigkeiten bzw. Fummelkram zu tun. Christian und ich mussten uns zudem für eine Fugenfarbe für die Fliesen in Holzoptik entscheiden. Der Fliesenleger empfiehlte uns ein helles Grau. Ich war erst skeptisch, ob das eher gelbliche Holz mit dem Grau harmonieren würde, aber es sieht wirklich gut aus.

Das fertige Wohnzimmer

Im oberen Bad ist im Gegensatz zum unteren Bad auch schon der Fußboden gefliest. Es fehlen nur noch die Fliesen in der Duschrinne.

Dusche oben

Die blauen Mosaike gefallen mir immer noch sehr gut (Zur Erinnerung:  diese drei standen zur Auswahl, aber die Entscheidung fiel uns nicht schwer). Die komplett blau geflieste Waschbeckenwand finde ich super. Davor kommt als Kontrast noch ein weißer Waschbeckenschrank.

Links die Badewanne, rechts Waschbecken und in der Nische die Dusche

Auch die Badewannenecke sieht gemütlich aus. Die Badewanne ist, wie man oben schon sehen konnte, in den Estrich eingelassen, wodurch sie ungewöhnlich tief ist. Dadurch ist sie allerdings so tief, dass man (bzw. ich) problemlos in der Badewanne unter der Schräge stehen kann und der Einstieg ist auch komfortabler. Hat also eigentlich nur Vorteile. Ich muss mir allerdings vielleicht abgewöhnen, mich beim Zähneputzen immer auf den Badewannenrand zu setzen. Dafür ist er nämlich etwas zu tief.

Badewanne oben

Im Anschluss habe ich alles wieder eingepackt, da wir diese Woche die Rigipswände und Decken im oberen Bad mit Grundierung und Silikatfarbe streichen wollten mussten. So langsam habe ich die Nase gestrichen voll davon.

Bad verpackt
Decke gestrichen

Jetzt müssen wir noch darauf warten, dass der Putzer den Innenputz in den Bädern aufträgt. Dann müssen wir noch einmal mit der Silkatfarbe die verputzten Wände streichen und dann sind wir auch damit fertig.

Bauwoche 34

Ja, auch diese Woche wurde wieder gestrichen. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass sich das Streichen so lange zieht – mittlerweile über einen Monat. Da wir aber mit Grundierungen und Streichputz immer mindestens zwei Durchgänge haben, dauert es eben seine Zeit.

Am Montag haben Christian und ich uns umgemeldet und bei IKEA unsere Badmöbel gekauft. Unten bekommen wir einen türkisblauen Waschschrank auf weißen Fliesen und oben einen weißen Schrank auf den blauen Fliesen. Die Möbel werden wir aber erst aufbauen, wenn wir dort mit dem Streichen fertig sind.

Nach der Ummeldung haben wir unseren Briefkasten flott gemacht und Christians Vater hat uns eine Konstruktion und einen Pfahl dafür gebaut. Jetzt können wir also auch schon Post bekommen.

Tach, Post!

Am Dienstag war der 1. Mai. Den Tag haben wir, wie sollte es auch anders sein, zum Streichen benutzt. Ich habe die oberen Schlafzimmer mit der Setta-Farbe gestrichen und Christian hat unten im Bad die Decke weiter mit der Silikatfarbe bestrichen. Da die besonders auf der dunklen Betondecke so schlecht deckt, musste er da mehrmals ran. Mit den Schlafzimmern war ich am Ende des Tages fertig. Das war auch gut so, denn am Donnerstag sollte der Vinylverleger dort den Vinylfußboden verlegen.

Ich bin froh, dass wir uns doch dagegen entschieden haben, den Vinylfußboden im Obergeschoss selbst zu verlegen. Zeitlich hätten wir das gar nicht geschafft. Der Profi hat dafür keine zwei Tage gebraucht.

Schlafzimmer mit Vinylfußboden

Um das Haus herum wurde nun auch wieder ein Gerüst aufgebaut, damit nächste Woche mit dem Außenputz begonnen werden kann. Wie man auf dem Foto sehen kann, bekommen wir jetzt auch auf der linken Seite Nachbarn.

Neues Gerüst

Am Samstag haben Christian und ich weiter den Keller gestrichen, während Christians Vater uns Lampen installiert und den Motor für das Garagentor zum Laufen gebracht hat. Den Sonntag hat Christian mit „Netzwerk auflegen“ verbracht (irgendwas mit Patchkabeln, ich habe aber aufgegeben, das zu verstehen zu versuchen ;)). Außerdem hat er den letzten Kellerraum halb gestrichen. Die Caparol-Farbe ging schon Samstag zur Neige, also bin ich am Sonntag direkt zu Hause geblieben und habe Kisten gepackt und in der alten Wohnung aufgeräumt. Wir haben jetzt auch schon nach und nach angefangen, unsere Autos zu beladen und jedes Mal ein paar Kisten und sperrige Dinge im Haus abzuladen.

Wir mussten uns außerdem für eine Farbe für die lange Küchen-/Esszimmerwand, eine Wand in unserem Schlafzimmer und im Flur oben entscheiden. Heute (07.05.18) wurde dann die Wand gestrichen.

Grüne Wand

Außerdem wurde heute die olle Bautür gegen unsere richtige Haustür ersetzt.

Haustür von außen
Haustür von innen

Für den Außenputz haben wir heute einen Farbfächer mit nach Hause bekommen. Zuerst wird neutraler Putz aufgetragen, die zweite Putzschicht wird dann farbig. Auf den Farbton haben wir uns dann auch schnell einigen können.

Farbfächer für den Außenputz

Jetzt ist wirklich Endspurt angesagt. In den kommenden zwei Wochen kommen der Feinputz in den Bädern, der Außenputz, die Innentüren, die Treppe und die Küche und dann können wir auch schon einziehen.

Estrich und DIY-Deckenfugen

Bauwoche 26
Das Haus mit Estrich-Bastelset

Wo war ich noch gleich stehengeblieben? Richtig, in der ersten Märzwoche wurden die Lüftung eingebaut und auf wärmere Temperaturen für den Estrich gewartet. Die kamen auch wie bestellt in der zweiten Märzwoche. Beim wöchentlichen Kontrollbesuch begrüßte uns das Haus mit einem großen Sandhaufen vor der Tür und ein paar Säcken Zement daneben.

Im Haus hatte man in dieser Woche die Styropordämmung und darüber Folie und Heizschläuche verlegt. Akrobatisch hüpften wir von Raum zu Raum, um uns die rosa Schnüre anzuschauen.

Blick von der Eingangstür durch den Flur ins Wohnzimmer
Blick vom Kochbereich ins Wohnzimmer
Badezimmer und Flur oben

Blöderweise hat man die Leitern vertauscht, weshalb die kürzere Leiter jetzt ins Obergeschoss geht. Dadurch kann man sich jetzt nicht mehr festhalten, wenn man wieder runter will, weshalb ich jetzt immer auf der Leiter stehen bleibe und von da aus fotografiere.

Fundamente südlich von unserem Grundstück. Noch kein Haus in Sicht.

In der Nachbarschaft sind jetzt auch die letzten aus dem Winterschlaf erwacht und es wird wieder fleißig gebaut. Südlich von unserem Haus wurden diese Woche zwei Fundamente gegossen.

Bauwoche 27
Huch! Häuser im Süden.

In der nächsten Woche kam unser Estrich. Fast genau so spannend war der Hausbau der Nachbarn im Süden. Direkt südlich angrenzend entstand in wenigen Tagen ein komplettes Fertighaus mit Dach (und Haustür), daneben wird auf konventionelle Art ein Haus aus Ziegeln gemauert. Das geht wahrscheinlich genau so schnell wie bei uns, nur haben wir uns inzwischen daran gewöhnt, dass in der zweiten Phase alles langsamer zu gehen scheint.

Blick von der Eingangstür durch den Flur ins Wohnzimmer – jetzt mit Estrich

Die Duschrinnen wurden mittlerweile auch eingebaut. Im unteren Badezimmer wurde auch schon Estrich mit einem Neigungswinkel gegossen. Im oberen Bad wurde die Dusche ausgelassen. Den Rest soll der Fliesenleger übernehmen.

Dusche oben
Bauwoche 28

Diese Woche hatte der Estrich die meiste Arbeit. Er muss trocknen. Dabei wird er über die Schläuche der Fußbodenheizung aufgeheizt. Die Heizung wird in der Aufheizphase komplett mit Strom betrieben und verbraucht in dieser Zeit locker 1,5 Mal so viel Strom wie ein normaler Haushalt in einem Jahr. Die Bohrung für die Erdwärme, womit das Haus im Endzustand beheizt wird, kommt erst im April.

Am Montag wurde das Aufmaß für die Innentüren gemacht. Wir haben in jedem Geschoss vier Türen und haben ins insgesamt für drei unterschiedliche Typen von Türen entschieden. Alle sind aus Röhrenspan. Das ist schon ziemlich massiv, aber schreiende Kinder wären z.B. noch zu hören. Im Keller und im Obergeschoss werden es schlichte weiße Türen. Wer hierhin kommt, muss nicht mehr beeindruckt werden. Im Erdgeschoss haben drei Türen dekorative Sicken Nuten und die Tür zwischen Wohnzimmer und Flur bekommt zu den Sicken Nuten noch ein Sichtfenster. Blöderweise war ich beim Aussuchen so müde, dass ich keine Fotos gemacht hatte. Wir hatten uns aber schon beim Aussuchen des Vinylbodens fürs Obergeschoss ein Auge auf eine Tür mit Sicken  Nuten geworfen, die so ähnlich aussieht.

Abbildung ähnlich

Im Haus haben die Elektriker in dieser Woche auch noch weiter an Leitungen und Steckdosen gearbeitet. Außerdem wurde das Garagentor eingebaut.

Garagentor

Am Wochenende waren wir zweimal beim Haus, um dem Estrich beim Trocknen nachzuhelfen. Dazu bewaffneten wir uns mit unserem elektrischen Luftentfeuchter, Handtüchern und Eimern. Dazu Schmirgelpapier und Rotband-Haftputzgips für die Fugen in der Decke, an denen die Fertigbetonbauteile aneinandergrenzen. Die Deckenfugen im Wohnbereich und im Flur (also in den „schönen“ Räumen) werden von den Malern verputzt, die Fugen im Büro und im Keller machen wir selbst.

Büro aka Tropfsteinhöhle
Die Wand ist noch etwas feucht. Die Deckenfugen im Wohn- und Essbereich sind schon vom Maler verputzt.

Während der Luftentfeuchter vor sich hin brummte, trocknete ich die Decken im Keller. Christian erprobte seine Putzkünste erstmal an den Deckenfugen im Keller. Das sah auch schon von Raum zu Raum besser auf. Nach zwei Kellerräumen hörten wir aber erstmal auf, denn der 5-Kilo-Putzsack war schon leer. Wir hatten uns extra einen kleinen Sack gekauft, aber die Fugen nehmen viel mehr Putz auf als wir dachten.

Im Selbstmachmodus
Bauwoche 29

Der Trockenbauer ist wieder da. Im Januar hatte er bereits im Obergeschoss die Dämmung gemacht, jetzt die Rigipsplatten im Treppenhaus und im Obergeschoss.

Rigipsplatten für die Decken und Schrägen im Obergeschoss…
…und im Treppenhaus

Die Maler haben außerdem angefangen, die Räume (Wohnbereich, Küche, Flur und Treppenhaus) zu verputzen und zu streichen. Auf die Betondecke wurde erst ein Vlies aufgetragen, das im Anschluss angemalt wurde. Die Wände wurden erst mit Streichputz verputzt und dann ebenfalls übergestrichen.

Erfreuter Christian

Der Kabelsalat im Keller ist mittlerweile ein bisschen geordneter. Diese Woche wurde auch die PV-Anlage fertig verkabelt und Christian hat sich einen Netzwerkschrank bestellt. Der Technik- und Hauswirtschaftsraum im Keller dürfte echt nicht kleiner sein.

Technikraum/HWR

Nachdem wir Ostern wegen einer Familienfeier eine Pause eingelegt hatten, sind wir dann am Ostermontag nochmal wieder hin. Nochmal lüften und die nächsten Deckenfugen verputzen. Inzwischen ist die Luftfeuchtigkeit schon stark gesunken und auch die Wände und Decken sind nicht mehr feucht. Die Elektriker scheinen jetzt auch mit der Verkabelung fertig zu sein. Es fehlen nur noch die Verkleidungen für Steckdosen und Schalter, die aber natürlich erst nach den Malerarbeiten kommen.

Bewegungsmelder im Keller
Büro. Keine feuchten Flecken mehr an der Wand.
Der Putzprofi hat sich bis ins Erdgeschoss hochgearbeitet

Aber nicht nur Christian hat sich diese Woche gestalterisch betätigt. Ich habe uns provisorisch eine Hausnummer gemalt.

1/3 Number of the Beast
Bauwoche 30

Diese Woche sollten die Bohrarbeiten für die Erdwärme stattfinden. Also bin ich nach der Arbeit beim Haus vorbeigefahren um nachzuschauen. Der Bohrer ist riesig und wie es aussieht, sind die Bohrarbeiten gerade in vollem Gange.

Mächtiges Badabohr

Auch die Maler haben diese Woche schon wieder weiter gearbeitet. Im Treppenhaus wurde schon Streichputz aufgetragen, der muss aber noch angemalt werden. Auch nichts für Leute mit Höhenangst.

Treppenhaus

Die Maler werden diese Woche noch weiter arbeiten, am Wochenende verputzen wir dann noch die restlichen Deckenfugen in den übrigen Räumen.

Wenn das Loch für die Erdwärme gebohrt worden ist, kann dann auch die Heizung angeschlossen werden. Ich persönlich bin am meisten gespannt auf die Arbeit des Fliesenlegers, der dürfte in zwei Wochen dran sein. Insgesamt sind es dann nur noch ungefähr sechs Wochen bis zum Umzug. OMG!

Winterschlaf

Es ist etwas still geworden im Hausbaubloggerland. Das liegt einerseits daran, dass die Meilensteine beim Innenausbau nicht so geradlinig dokumentiert werden können, andererseits daran, dass die Temperaturen jetzt im Spätwinter noch einmal ordentlich gesunken und im Minusbereich verharrt sind – aber auch daran, dass ich einfach nicht die Zeit und Muße gefunden habe, mir mal wieder den Laptop zu schnappen, um etwas zu dokumentieren. Damit der Berg an Neuigkeiten jetzt aber noch noch größer wird, folgt heute das lang ersehnte (?) Update. Wenn ich mit einem richtigen Büro und einem richtigen Schreibtisch nicht mehr vom Sofa aus bloggen muss, wird dann alles ganz anders. Bestimmt.

Am 26. Januar waren wir zur Küchenplanung bei IKEA. Wir hatten uns vorher schon im Internet eine Küche zusammengebaut und wollten das jetzt noch mit einem Fachmann besprechen. Er hat nur ein paar kleine Änderungen gemacht, aber im Grunde sind wir bei unserer Planung geblieben. Wenn der Putz an den Wänden ist, müssen wir noch einmal genau Maß nehmen, bevor wir die Küche dann auch bestellen können (Spoiler Alert: Inzwischen haben wir Putz an den Wänden und auch schon Maß genommen).

Hier die geplante Küche (die Fronten in weiß und hochglanz und zwei Hängeschränke mit Glastüren, die Arbeitsplatte in Eichenfurnier)
Und hier soll das Ganze später eingebaut werden.

Nach der Küchenplanung waren wir noch einmal in der Badabteilung. Wir hatten jetzt ja genug andere Hängeschränke gesehen, um einigermaßen vergleichen zu können. Uns gefiel dieser Schrank hier ganz gut und wir tendieren mittlerweile dazu, unsere Badmöbel auch dort zu kaufen.

Schrank für das kleine Bad
Kabel auf dem Boden

Am 2. Februar sprachen wir beim Frühstück darüber, wann sich der Fliesenleger wohl mal wieder melden würde. Kurz darauf klingelte das Telefon und zwei Stunden später trafen wir uns mit ihm im Haus, um die Räume einmal abzugehen und ihm zu schildern, was wir uns vorstellten. Zu sehen gab es ansonsten nichts wirklich neues. Auf dem Boden tummeln sich die Stromleitungen und ein paar Rohre für die spätere Fußbodenheizung. Aus Dokumentationszwecken habe ich mir die Mühe gemacht und Unmengen von Kabel-auf-dem-Boden-Bildern gemacht, aber die erspare ich euch mal. Eins reicht.

Viel spannender als Leitungen auf dem Boden sind bestimmt die Fliesen, die wir uns schon Anfang Januar im Baustoffhandel ausgesucht haben:

Bodenfliese in Betonoptik, weiße Wandfliese und blaue Mosaike (links)
Diese Bodenfliese in Holzoptik wird dann im Wohnzimmer und im Büro unten verlegt.

Die graue Bodenfliese in Betonoptik soll in den Bädern, im Flur unten und in der Küche verlegt werden. Die Wände werden ganz unspannend weiß glänzend in 30×60, in den Bädern wollen wir noch mit blauen Mosaiken als Akzent arbeiten (unser Favorit ist das Dunkelblau ganz links).

Für die drei Schlafzimmer und den Flur im Obergeschoss haben wir uns für Vinyl entschieden. Vinyl soll bei einer Fußbodenheizung besser geeignet sein als Holz oder Laminat (zudem finde ich Laminat einfach furchtbar!) und Linoleum wäre für das trockene Raumklima, das wir erwarten, auch nicht super geeignet gewesen. Zudem ist ein schöner Linoleumboden leider auch ziemlich kostspielig.

Am 3. März waren wir auf Empfehlung von Christians Eltern, die im Dezember ihr Haus teilweise renoviert hatten, in ein Fachgeschäft für Fußböden gefahren. Dort haben wir direkt einen Vinylfußboden in Eichenoptik gefunden, der sogar preislich absolut in unser Budget passt. Außerdem sieht er einfach verdammt gut aus. Da sich die Fliesen in Holzoptik und der Vinylfußboden niemals sehen werden, ist es auch nicht weiter schlimm, dass beide etwas unterschiedlich aussehen.

Vinylfußboden fürs Obergeschoss

Im Februar hatten wir immer mal wieder Kontakt zu der Firma, die den Fußboden und alles drumherum macht, also auch die Lüftung, die Fußbodenheizung und die Duschrinnen. Schon irre, was da alles später im Estrich liegt. Da ich als Mitarbeiter Rabatt auf die Duschrinnen meiner Firma bekomme, war meine Aufgabe jetzt, die passenden Duschrinnen zu besorgen.

Mitte Februar wurden unsere Wände verputzt. In den Badezimmern mit grobem Putz, in allen anderen Räumen in der Qualitätsstufe Q2, die sich schon sehr glatt anfühlt. Nachdem der Putz an der Wand war, konnte ich also die Duschen vermessen und fotografieren, habe die Fotos auf der Arbeit den Kollegen vom technischen Service gezeigt und war dann stolze Besitzerin von zwei Duschrinnen.

Mit dem Putz an der Wand sieht das Haus sofort wieder einen Schritt wohnlicher aus.
Die Garage ist jetzt auch verputzt.

Ein weiteres neues Februar-Achievement: Kellerfenster! Die fehlten bisher und ich wurde langsam skeptisch, ob wir überhaupt nocht welche bekommen würden. Da der Keller aber noch so lange feucht war, ist es wahrscheinlich Absicht gewesen, die erst so spät einzusetzen.

Windows 2018

Ende Februar kam dann endlich auch der Winter, zumindest temperaturtechnisch. Im Grunde hatten wir ja die ganze Zeit schon ziemliches Glück mit dem Wetter gehabt. Der heftige Sturm im Januar hatte uns zwar ein paar Dachziegel abgerissen und damit die Regenrinne verbeult (auch das wurde im Februar zügig repariert), aber wir hatten bisher noch keine Minusgrade. Vor einem Jahr noch hatten wir fast zwei Monate lang Schnee, jetzt hatte es im Februar so gut wie gar keinen Niederschlag gegeben, was vor allem für die Kellertrocknung sicherlich von Vorteil gewesen ist.

Wegen der Kälte konnte jetzt noch kein Estrich vergossen werden und ich war auch davon ausgegangen, dass in dieser Woche gar nichts passiert ist, also war ich dann doch ziemlich überrascht, dass ich heute noch einen weiteren Fortschritt vermelden kann. Neben den Stromleitungen und Heizrohren tummeln sich auf unserem Boden jetzt auch die Lüftungsschächte, die durch zwei Deckenbohrungen miteinander verbunden sind. Jetzt ist also alles bereit für den Estrich, also los, Frühling, komm in die Puschen! Wir benötigen außerdem noch eine Bohrung für die Erdwärme, auch dafür sollte der Boden nicht mehr tiefgefroren sein.

Lüftungsschächte

Unsere jetzige Wohnung ist inzwischen gekündigt, Ende Mai müssen wir hier raus sein. Durch den späten Wintereinbruch hat sich alles ein bisschen nach hinten verschoben, aber noch sieht alles so aus, als stünde einem Umzug im Mai nichts im Weg.

Stürmischer Innenausbau

Nach dem Rohbau im letzten Jahr hat im neuen Jahr die Innenausbauphase begonnen. Auf der einen Seite freue ich mich, dass jetzt alles dicht ist und dass vieles nicht mehr vom Wetter abhängt (Haha!), andererseits ist diese Phase auch sehr mühselig: Alles ist nicht mehr so linear, viele Gewerke müssen zusammenarbeiten und wir als Bauherren müssen jetzt viele Entscheidungen treffen und dabei nicht die Übersicht verlieren.

Wie ich im letzten Blogbeitrag schrieb, hatten wir uns aus diesem Grund am 08.01. frei genommen. Zuerst ging es in eine Badausstellung hier in der Nähe, wo wir uns Waschbecken, Unterschränke, Klos, Badewanne und Armaturen ausgesucht hatten. Der Termin ging gefühlt am schnellsten. Besondere Ansprüche haben wir nur in Richtung Waschbecken. Im Standard enthalten ist ein einfaches, relativ kleines Waschbecken ohne Unterschrank, aber wir hätten gerne ein moderneres Waschbecken mit Unterschrank und einer größeren Ablagefläche.

Die Dusche ist noch ein ganz eigenes Thema: Wir bekommen in beiden Bädern gemauerte Duschen, hierfür mussten wir uns nur die Armaturen aussuchen. Die Firma, bei der ich arbeite, produziert Duschrinnen, die ich direkt auf der Arbeit beziehen kann. Das heißt, dass wir hier zwar sparen können, allerdings muss ich mich auch selbst darum kümmern, die passenden Bauteile zu besorgen.

Am gleichen Tag hatten wir noch einen Termin im Baustoffhandel und einen beim Fliesenleger. Der Baustoffhandel hat uns toll beraten und wir haben tolle Fliesen gefunden. Beim Fliesenleger, der auch gleichzeitig Fliesen vertreibt, erfuhren wir dann, dass er nur Fliesen verlegt, die auch da gekauft wurden. Leider gefielen uns die Fliesen dort in der Ausstellung nicht. Die Fliesen, die wir uns vorher im Baustoffhandel ausgesucht hatten, sind aber Standardfliesen, die wir natürlich auch über den Fliesenleger beziehen können. Hier müssen wir jetzt einfach noch die Angebote abwarten. Es ist momentan nämlich gar nicht so einfach, einen Fliesenleger zu finden, da alle gut zu tun haben.

Als letzter Termin an dem Tag stand IKEA an. Zwischendurch haben wir noch bei den neuen Nachbarn die Unterschrift abgegeben, damit sie ihr Bauvorhaben umsetzen können. Bei IKEA wollten wir uns eigentlich wegen einer Küche beraten lassen, aber irgendwie kamen wir an die falsche Person, die uns wegschickte, weil es ja schon 17 Uhr war und nur noch der „Notdienst“ arbeiten würde. Also schauten wir uns noch ein paar Oberflächen und Badmöbel an (schließlich waren wir gerade im Thema) und fuhren schließlich wieder nach Hause.

Am letzten Wochenende stand dann wieder der obligatorischen Wochenendtermin an, um zu gucken, was es so Neues gibt.

Unter anderem haben wir jetzt Fensterbänke.
Außerdem wurde jetzt die Dusche im Obergeschoss gemauert.
Der Elektriker hat auch schon angefangen, Löcher zu bohren und Dosen einzusetzen und der Innenputz liegt schon bereit.

In der nächsten Woche sollten dann die Stadtwerke Schächte zur Straße buddeln und der Elektriker und Sanitärinstallateur weiter arbeiten. Die Woche über war ziemlich schlechtes Wetter mit Wind, Schnee, Regen und Gewitter und ab Mittwoch häuften sich auch die Unwetterwarnungen. Am Donnerstag fegte dann das Sturmtief Friederike einmal über die Mitte von Deutschland, wodurch auch hier im Sauerland viele Bäume entwurzelt und einige Dächer abgedeckt wurden. Während des Sturms kam auch noch Christians Neffe klammheimlich auf die Welt, aber das nur am Rande. 🙂

Heute morgen fuhren wir dann zuerst zum Werksverkauf von puris, eine Hersteller für Badmöbel, um uns nochmal andere Badmöbel anzuschauen, nachdem das erste Angebot von letzter Woche ganz schön teuer war. Da waren auch ein paar ganz gute Möbel dabei.

Das hier kann ich mir zum Beispiel gut fürs kleine Gästebad vorstellen (das Waschbecken links, der Spiegel aber eher rechts).

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob mir Waschbecken aus Mineralguss gefallen. Angeblich sind die bruchfester als Keramik, aber es fühlt sich einfach ungewohnt an und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mit dem Fingernagel Kratzer in diese glatte Oberfläche machen kann. Aber meine Skepsis schwindet so langsam.

Später ging es zum Haus, Sturmschäden begutachten. Wäre etwas schlimmes passiert, hätten die Nachbarn uns wohl schon Bescheid gesagt, aber wer weiß. Zum Glück ist aber nicht viel passiert. Ein Dachziegel hat sich gelöst, wobei er noch ein bisschen vom Dachfirst mit abgerissen hat. Beim Fallen ist dann noch eine kleine Delle in der Regenrinne entstanden (auf dem Bild nur leicht sichtbar). Ob die neu gemacht werden muss, müssen wir dann mal sehen. Auf das Dach müssen die Dachdecker aber sowieso noch einmal, da direkt am Anfang schon zwei Dachziegel kaputt waren, die noch nachgeliefert werden sollten. An der gleichen Stelle ist übrigens auch der Dachziegel abgeflogen. Vielleicht wäre also gar nichts passiert, wenn das Dach vorher schon komplett gewesen wäre.

Sturmschäden am Dach

Es ist aber trotz Sturm mehr am Haus passiert als gedacht. Es steht gerade noch ein kleiner Bagger vorm Haus und es sieht so aus, als hätten die Stadtwerke auch schon ihren Schacht fertig gemacht. Auch die Fortschritte vom Elektriker und Installateur sind gut sichtbar. Aus Löchern in den Wänden, bei denen ich mich vorher teilweise gefragt hatte, wofür sie sind, schauen jetzt Kabel und Rohre. Friederike scheint außerdem einen positiven Effekt auf den nassen Keller gehabt zu haben, zumindest steht dort jetzt kein Wasser mehr.

Kabel im Keller

Badezimmer oben: Links hinter der Wand die Dusche, rechts hinter der Wand das Klo. In der Mitte das Waschbecken. Auf dem Boden sieht man schon die Heizungsrohre, die hier durch die Decke kommen. Strom wurde im Bad noch nicht verlegt.

Links die Dusche, rechts das Klo, in der Mitte das Waschbecken
Das Klo im oberen Bad
Und gegenüber die Dusche

Unten im Bad war ja bisher noch ein Loch in der Wand unter dem Fenster. Das wurde inzwischen zugemauert:

Fenster im unteren Bad

Als nächstes kommt dann der Innenputz, hierfür wurde die Wand auch schon vorbereitet. Das sieht man zum Beispiel an den Schienen hier an der Wandecke und an den Fenstern und im Obergeschoss, wo die Styropordämmung an den Schrägen mit einer Grundierung versehen wurde bzw. gerade noch wird.

Trennwand zwischen Küche und Wohn-/Essbereich
Schlafzimmer oben

Kommenden Freitag haben wir uns mal wieder frei genommen, u.a. um das Thema Küche noch einmal strukturierter anzugehen.

Macht hoch, die Tür

Es ist Dezember, überall wird es weihnachtlich und inwischen ist der erste Schnee gefallen. In den letzten zwei Wochen ist unser Haus ordentlich in die Höhe gegangen, außerdem haben wir uns weiter mit dem Thema „Türen“ beschäftigt.

Inzwischen wird es leider so schnell dunkel, dass wir nur am Wochenende dazu kommen, im Hellen beim Haus vorbeizuschauen. Letzten Sonntag und diesen Samstag hieß es also warm einpacken und ab zum Grundstück. Einer der groben Meilensteine, die wir uns im Vorfeld gesetzt hatten, war, dass vor dem ersten Schnee und Eis ein Dach auf dem Haus ist und so das Haus einigermaßen dicht ist und der Keller nicht mit Regenwasser volläuft. In der Tat konnten wir an beiden Wochenenden große Sprünge bestaunen.


Letzten Sonntag war das hier also der erste Blick, der sich uns vom Haus zeigte. Eine gute Woche vorher war ich das letzte Mal dort gewesen, da war die Zwischendecke bereits fertig und so weit belastbar, dass aufgemauert werden konnte. Diese Woche hatte man sich dann mit dem Aufmauern des Dachgeschosses beschäftigt. Im Haus selbst gab es jetzt auch zwei Leitern, die ins Dachgeschoss und in den Keller führten.

Vor einer Woche war der Keller noch mit einer Sperrholzplatte abgedeckt gewesen. Den Keller hatten wir bisher ja noch gar nicht gesehen. Als wir das letzte Mal etwas vom Keller gesehen hatten, gab es nur die Außenmauern und das Fundament, aber noch keine Zwischenwände. Bei meinem nächsten Besuch war dann der Keller schon unter der Bodenplatte versteckt, sodass man schnell vergessen hatte, dass darunter noch ein ganzes Geschoss steckte.


Während Christian die Leitern im Treppenhaus heraufkletterte, vertraute ich der Leiter nicht so richtig und erklomm lieber stattdessen das Außengerüst.


Im Dachgeschoss konnte man schon die einzelnen Zimmer erkennen. Hier ein Blick von außen in das südwestliche Schlafzimmer, dahinter, wo die Ziegel liegen, ist das südöstliche Schlafzimmer. Auf der Nordseite liegen ein drittes Schlafzimmer und das Bad. Beides kann man auf dem nächsten Bild erahnen.


Oben ist zu erkennen, dass die Zwischenmauern schon halb hochgemauert sind und schon alles fürs Richten vorbereitet ist, was am nächsten Tag folgen sollte.

In den Keller stieg Christian auch über die innere Leiter, während ich mich durch die z.T. mit Holzplanken zugedeckte Treppe von der Garage aus nach unten quetschte.

Das hier ist der Eingang von der Garage in den hinteren linken Kellerraum, der zweitgrößte Raum im Keller. Hier steht aktuell noch etwas Regenwasser. Hoffentlich wird das nicht mehr. Die Räume auf der anderen Seite, auf der es nicht reinregnen kann, sind trockener.

Interessant fanden wir übrigens, wie das Baugerüst erstmal mit in die Garage eingebaut wurde.

Unser Dach sollte ja nun in der kommenden Woche gemacht werden und unser Bauleiter hatte noch einmal betont, dass wir uns das Richtfest gerne sparen können. In der Tat sahen wir auch einfach keine Möglichkeit, unter der Woche da groß etwas auf die Beine zu stellen, schon gar nicht im Hellen. Also steckte ich zum Abschied noch ein Centstück in eine Fuge.

Erfolgreich durchgefroren ging es dann wieder zurück.

Das Nichtfest

Die letzte Woche ist gefühlt sehr schnell vorbeigegangen. Diesen Samstag ging es also bei ähnlichem Brrristdaskaltarghwetter wieder zur Baustelle. Und da war es: das Dach. Es war schon von Weitem zu sehen und ich jauchzte beim Anblick ein wenig.


Rein optisch ist in der letzten Woche viel passiert. Der komplette Dachstuhl wurde gemacht und auch die Mauern im Obergeschoss, die letzte Woche nur so halbhoch waren und deshalb noch nicht so richtig das Gefühl von einem fertigen Obergeschoss gegeben hatten, waren jetzt bis unter den Dachstuhl hochgezogen.

Wir haben außerdem jetzt hinten eine Regenrinne, die mittig neben dem Erker vom Dach heruntergeht und man sieht auch schon die weißen Pfetten sowie die weiße Lattung am Giebel. Diese Kleinigkeiten machen, dass sich alles schlagartig viel realer anfühlt.

Im Erdgeschoss wurden die Metallpfeiler, die die Betondecke bisher noch abgestützt hatten, diese Woche entfernt. Auch dadurch wirken die Räume jetzt echter als noch vor einer Woche und vor allem auch wieder größer.


Blick vom Flur in die Küche (Tür geradeaus), ins Treppenhaus (rechts) und ins Wohnzimmer (links).


Blick von der anderen Seite bzw. aus der Ecke, vor der Christian auf dem vorherigen Bild entlanggeht. Links die offene Wohnküche, in der Mitte die Tür zum Flur, rechts die Bürotür.

Heute habe ich dann auch mal meine Angst vor der Leiter überwunden. Zu groß war die Neugierde, jetzt auch endlich in unserem fertigen Dachgeschoss herumzulaufen.


Ein Blick vom Treppenhaus aus nach oben. Die halbhohe Wand ist auch neu. Im oberen Flur (hier im Bild direkt oberhalb der Leiter) kann man dann auch erkennen, wo die Bodenluke später hinkommt.


Hier ein Bild von einem der Schlafzimmer, genauer gesagt das im Südosten neben dem Badezimmer. Die drei Zimmer im Obergeschoss sind alle gleich groß und sehen auf den Fotos komplett identisch aus, weshalb ich euch jetzt mal die Bilder der anderen beiden Zimmer erspare.


Blick vom nordwestlichen Schlafzimmer durch den Flur ins südöstliche.


Im Badezimmer fehlt noch die gemauerte Dusche. Die Zwischenwand, die Dusche und Toilette dann trennen wird, ist aber schon angedeutet.


Was nun neben den Dachziegeln noch fehlt, ist das Flachdach für die Garage, aber auch hier hat es Fortschritte gegeben. Der Betonanker für das Dach (also die Betonschicht, die man hier über den Ziegeln sieht) wurde gegossen, sodass es hier wohl auch nicht mehr lange dauern wird.

Ich hoffe, dass das Haus so schnell wie möglich regen- und schneedicht gemacht wird, sodass innen in Ruhe weitergearbeitet werden kann. Eine wunderschöne Bautür haben wir zumindest schon.

Apropos Tür, mit dem Thema hatten wir uns ja schon länger beschäftigt bzw. uns auch schon eine Haustür ausgesucht, die uns beiden gut gefällt. Für die Kellertür hatten wir außerdem abgeklärt, dass diese eine rauchdichte Tür sein muss. Neu für uns war, die Information dass in unseren Unterlagen anscheinend der falsche Wert für die Wärmeverlustleistung stand, bzw. bezog sich der Wert (1,2) auf ein KfW55-Haus und nicht auf unser KfW40plus-Haus (0,9).  Im Klartext bedeutet das, dass wir eine dichtere Tür brauchen. Das lässt sich wohl mit einer Dreifachverglasung leicht lösen (wir hatten uns schon eine relativ dichte Tür ausgesucht), aber d.h. auch, dass wir dafür nun noch ein neues Angebot brauchen.

Ich bin gespannt, wie es jetzt weiter geht. Die Schritte werden ja leider wieder kleiner, sodass man wohl nicht mehr so viel aus der Ferne jauchzen wird (außer, wenn endlich der Außenputz drauf ist). Vermutlich werden wir uns in der nächsten Zeit mehr mit Fliesen, Treppe und Innenraumgestaltung beschäftigen. Anfang des Jahres wollen wir außerdem die Küche final planen. Hierzu hatten wir uns vor ein paar Monaten schon einmal beraten lassen, da unser Fall nicht ganz so einfach ist. Dazu werde ich aber wohl nochmal einen eigenen Blogpost schreiben, wenn das Thema wieder aktuell wird.

Das Erdgeschoss ist fertig

Es ist schon wieder 2,5 Wochen her, seitdem ich das letzte Mal auf der Baustelle war. Zu dem Zeitpunkt war gerade die Bodenplatte fertig gegossen und die Bauarbeiter hatten bereits die Ziegel oben drauf gestellt, um am nächsten Tag das Erdgeschoss aufzumauern. Wie das so ist im November, hatten wir ein bisschen Sturm, der die Perimeterdämmung des Kellers wieder abgerissen hatte, aber sonst sah alles gut aus.

In der ersten Novemberwoche gab es wegen der zwei Feiertage in NRW (Reformationstag und Allerheiligen) und dem einen Brückentag nur zwei Arbeitstage für die Bauarbeiter. Christians Eltern schickten uns dann (sie waren gerade auf Durchreise) am 6. November ein erstes Bild von den Grundmauern.

Zwei Tage später, am 8. November, war Christian auf der Durchreise, da sah es dann schon so aus:

Der nächste Termin war dann diesen Montag (13.11.). Vor Ort wurde mit der Firma, die die Fenster einsetzt, Maß genommen. Einer von uns musste auch anwesend sein, um die Anschläge für die Fenster final festzulegen. Zu dem Zeitpunkt waren die Grundmauern fertig gemauert und es fehlte nur noch der Deckel fürs Erdgeschoss. Weil ich nicht dabei sein konnte, hat Christian diesmal fleißig Fotos geknipst.


Blick von vorne auf den Hauseingang.


Fundament für die Garage und rechts das Badezimmerfenster.


Blick aus der gemauerten Dusche ins Bad und durchs Fenster auf die Straße.


Blick von der Bürotür zum Essbereich. Links ist die Terrassentür, die hinten in den Garten führt.

Beeindruckend ist übrigens auch, dass der große Berg mit Lehm, Steinen und Erde scheinbar verschwunden ist. Nachdem unser Keller im September ausgehoben worden war, war ich schon etwas überrascht von dem riesigen Schuttberg.

Wir hatten damit gerechnet, dass da einige LKW-Fuhren zusammenkommen würden, um den Schutt abzutransportieren, es sei denn, unsere Nachbarn, die nächstes Jahr bauen wollen, nehmen uns den Schutt ab um aufzuschütten. Wir haben ja alle Hanglage und wer nicht wie wir mit einem Keller baut, muss aufschütten, um eine gerade Ebene zu bekommen. Jetzt sind Keller, Drainage, Revisionsschächte und so weiter rund um den Keller herum fertig, also konnte das Loch wieder zugeschüttet werden – und schon ist er weg, der Berg. Die Berge, die man hier noch sieht, gehören zu den Nachbarn, die unter uns bauen.

Diesen Freitag (17.11.) habe ich dann die Chance genutzt, früh Feierabend machen zu können und gerade noch im Hellen zum Haus zu fahren. Seit November arbeite ich in einer anderen Stadt und mein neuer Arbeitsweg führt fast direkt an unserem neuen Wohnort vorbei. Ich fahre nach Feierabend immer von Süden Richtung Haar und von der Bundesstraße aus hat man einen schönen Blick auf den Ort, der ja komplett am Hang liegt. Ich muss mich immer zusammenreißen, auf die Straße zu gucken und nicht in Richtung Ort, um unseren Baukran zu suchen. Bisher war es abends schon immer Dunkel, weshalb ich den Schlenker noch nie gefahren bin, aber jetzt hatte ich es doch mal geschafft.

Seit Mittwoch (15.11.) ist nun der Deckel fürs Erdgeschoss gegossen und auf dem Estrichboden des Obergeschosses liegen, wie neulich beim Erdgeschoss, bereits die Ziegel, um Montag mit dem Aufmauern der ersten Etage zu beginnen. Ich bin immer noch fasziniert, wie schnell der Estrich trocknet und wie schnell der auch schon wieder belastet werden kann.

Nachdem bei meinem letzten Besuch am Grundstück der Zugang zum Haus mit Brettern vernagelt war, war die Brücke heute offen und ich konnte endlich die ersten Schritte ins Haus setzen. Das ist wirklich ein anderes Gefühl als es nur auf den Fotos oder auf Bauzeichnungen zu sehen. Ich hatte vorher kein Gefühl für die Dimensionen und es fühlt sich tatsächlich erstmal irgendwie klein an. Ich denke aber, das wird sich alles spätestens ändern, wenn die ersten Möbel drin sind.

In dieser Woche wurde unter anderem auch die Garage aufgemauert. Als Christian Montag auf dem Grundstück war, war hier nur das Fundament zu sehen, jetzt fehlt nur noch das Dach.


Die aus Beton gegossene Kellertreppe führt hinten in die Garage hinein. Links ist eine Tür, die dann von der Garage aus in den Garten geht.

In der ersten Planung ging die Kellertreppe noch direkt vom Keller aus in den Garten. Da hätte es aber das Problem gegeben, dass der Kelleraufgang mit Regenwasser volläuft und man da noch weitere Vorkehrungen treffen müsste, damit der Keller trocken bleibt. Also kamen Christian und ich auf die Idee, die Kellertreppe um 90° zu drehen so direkt in die Garage zu führen. Somit ist der Kelleraufgang immer trocken und man kann von der Garage aus direkt ins Haus, ohne durch den Regen gehen zu müssen.


Die Garage von hinten: Hier sieht man die Tür in den Garten.  Links von der Garage sieht man das Bürofenster, daneben den Erker im Wohnbereich und das große Terrassenfenster. Außerdem ist zu erkennen, dass die Garage leicht tiefer liegt als das Haus.

Das Ganze hat mehrere Gründe: Die Garage schließt direkt an das Nachbargrundstück an, weshalb sie eine gewisse Höhe nicht überschreiten darf. Diese Höhe wird von der Straße aus gemessen. Das Grundstück ist leicht abfallend und das Haus liegt leicht erhöht. Hätten wir die Garage auf die gleiche Höhe gesetzt, hätten wir die Gesamthöhe überschritten. Im Grunde ist das kein Problem, wenn man sich mit den Nachbarn einigt. Allerdings hätte man das alles schriftlich abmachen müssen und die Nachbarn hatten uns zwar mündlich gesagt, dass es kein Problem ist, sie waren aber noch nicht so weit in ihrer Bauplanung, dass man es auch schriftlich hätte festsetzen können. Zudem kam ja mitten in unserer Planung die Idee auf, die Kellertreppe in die Garage zu verlegen. Von daher bot es sich auch für uns an, die Garage tiefer zu setzen, um die Kellertreppe zu verkürzen und so mehr Platz in der Garage zu haben. Unsere einzigen Bedenken waren dann noch, dass sich eine tiefergelegte Garage leicht mit Regenwasser füllen würde. Die Baufirma hat uns aber beruhigen können, da auch um die Garage herum eine Drainage verlegt ist. Nachdem das festgelegt war, haben wir auf Spaziergängen immer wieder Garagen gesehen, die deutlich tiefer waren als unsere, die ja nur ein bisschen tiefer ist als die Umgebung. Die Lösung mit der tieferen Garage hat also bisher nur Vorteile.


Blick vom Essbereich auf den Wohnbereich und durch das große Terrassenfenster in den Garten. Hinter der Wand ist das Büro.


Blick aus dem Garten auf die Südseite des Hauses. Links die Terrassentür, in der Mitte der Erker mit dem großen Terrassenfenster, rechts das Bürofenster und daneben ist die Garage zu erahnen.


Und noch ein Blick von Südosten auf die Garage, dahinter das Haus.

In der Zwischenzeit haben wir uns auch schon um die Haustür gekümmert. Wir waren letzten Samstag bei einer Firma, bei der wir eine Tür ausgesucht haben, die uns beiden gefällt. Diesen Samstag waren wir noch einmal da, um uns wegen einer Nebeneingangstür für den Keller beraten zu lassen. Hier müssen wir allerdings in der kommenden Woche noch abklären, ob wir eine Brandschutztür aus Stahl brauchen oder ob es auch eine Kunststofftür sein kann. Da wir kein Gas im Haus haben, sondern Erdwärme, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass wir die Stahltür brauchen, aber das wird uns sicher die Baufirma beantworten können.

Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie das Ganze dann mit Dach aussieht und wann es so weit sein wird. Zuerst hatten wir mit Ende Oktober gerechnet, dann wurde uns Mitte November gesagt. Wenn es in diesem Tempo so weiter geht, sollte es aber dann Ende November wirklich so weit sein. Mittlerweile sind wir beim Thema Richtfest so weit, dass wir aufgrund der Jahreszeit und der Entfernung zum jetzigen Wohnort keine große Sache daraus machen werden. Mich hat das Thema in den letzten Monaten ziemlich beschäftigt, weil ich finde, dass es irgendwie dazu gehört und ich doch etwas abergläubischer bin, als ich zu sein scheine. Auch mein Opa, der früher selbst Häuser gebaut hat (heutzutage wäre er wohl Bauingenieur geworden), fragt hin und wieder danach. Ihm ist so etwas sehr wichtig. Der Bauleiter meinte jedoch, dass wir uns das bei diesem Wetter sparen könnten und es auch nicht mehr unbedingt erwartet wird. Er erzählte auch, dass er erst neulich auf einem Richtfest war, wo außer ihm niemand gekommen war und das Paar deshalb sehr traurig war. Klingt wie ein kleiner Wink in Richtung „Spart euch den Aufwand“. Bei den Geschwindigkeiten werden wir wohl sowieso erst ein paar Tage vorher erfahren, wann der Dachstuhl dann fertig ist. So haben wir dann hoffentlich mindestens die Chance, eine kleine Aufmerksamkeit in Form von Kuchen und/oder Getränken vorbeizubringen und eventuell den Nachbarn Bescheid zu sagen.

Das Grundstück

Ich bin auf einem ehemaligen Bauernhof mit einem entsprechend großen Grundstück aufgewachsen. Der große Garten mit alten Ställen und Schuppen hatte viele Vorteile und in der Regel verbrachte ich meine Nachmittage auf den Bäumen dort. Ich erinnere mich aber auch daran, dass ich es hasste, wenn ich meiner Oma bei der Gartenarbeit helfen musste. Wir hatten das Glück, dass meine Oma bei uns mit im Haus wohnte und der Garten immer ordentlich war. Als sie dann nicht mehr da war und mein Bruder kurze Zeit später auch wegzog, merkte ich zum ersten Mal, wie mich die Größe des Grundstücks irgendwie deprimierte.

Das eine perfekte Grundstück für alle Menschen gibt es nicht. Das ist genau so, wie man nicht pauschal sagen kann, dass Stadtleben besser als Landleben ist. Mein Bruder hat sich zum Beispiel für die Freiheitsvariante entschieden, er und seine Frau haben ein großes Grundstück mit viel Platz mitten im Nichts. So sehr ich solche großen Grundstücke mag, ist es mir wichtig, den Überblick zu behalten und mir selbst nicht die Gelegenheit zu geben, über die Jahre sehr viel Kram anzuhäufen. Da es meinem Freund genau so geht, war es für uns klar, dass das Grundstück nur so groß wie nötig sein muss.

Dass wir uns dann für ein Neubaugebiet entschieden haben, ist eher dem Zufall geschuldet. Im Frühjahr 2016 haben wir vom Ruhrgebiet aus Richtung Osten überall nach Bauland Ausschau gehalten. In Wickede passte dann alles: Der Ort ist mit knapp 13.000 Einwohnern so groß, dass man die wichtigsten Dinge im Ort zu Fuß erledigen kann, es gibt außerdem mehrere Schulen und einen Bahnhof. Solche Dinge haben mir als Kind auf dem Dorf, in dem es nichts als Wohnhäuser und eine nur zu Festen geöffnete Gastwirtschaft gab, gefehlt.

Unser Grundstück ist 458 m² groß und liegt am Südhang des Haarstrangs. Von dort aus hat man einen guten Blick über den Ort und Richtung Südosten ins Sauerland hinein. Wir hatten das Glück, dass zu dem Zeitpunkt, als wir uns für das Grundstück entschieden, in dem Baugebiet noch nicht viele Grundstücke vergeben waren. Unser Grundstück liegt mitten im Baugebiet, wo der Hang die geringste Steigung hat. Die Straße liegt im Norden des Grundstücks, sodass wir im Süden einen schönen kleinen Garten anlegen können.

Der Keller ist fertig

Nachdem wir letzten Dienstag das letzte Mal am Grundstück waren, bin ich diesen Donnerstag wieder hingefahren. Laut Bauleitung soll die Bodenplatte für das Erdgeschoss seit gestern drauf sein, außerdem wurde uns mitgeteilt, dass das Richtfest schon Mitte November stattfinden soll. Kann man sich noch gar nicht so richtig vorstellen, nachdem so lange nichts passiert ist und wir erst seit einer Woche etwas vom Haus sehen können.

Aktuell wohnen wir noch knapp 45 km von unserem Grundstück entfernt und Christians Arbeit liegt dann nochmal in der entgegengesetzten Richtung. Da meine Arbeit dichter am Grundstück liegt, ist es also eher meine Aufgabe, ab und zu mal vorbeizuschauen und Fotos zu knipsen.

Wie auch die letzten Male hat sich schon wieder viel im Neubaugebiet verändert. In der Straße unterhalb unseres Hauses werden gerade drei Häuser nebeneinander gebaut und selbst ich musste mit meinem kleinen Auto schon Slalom um Bauarbeiter und Kräne fahren. Am Hang schräg gegenüber von uns wurde auch innerhalb der letzten Woche ein neues Fundament aus dem Boden gestampft. Nachdem vor einem Jahr also die ersten Vorreiter ihre Häuser hier hingesetzt haben, schwimmen wir gerade anscheinend mitten in der Welle mit.

An unserem Grundstück angekommen, entdeckte ich dann auch schon die versprochene Bodenplatte. Sieht so ziemlich unspektakulär aus, aber wir haben ja vor einer Woche bereits gesehen, dass unter dieser Platte auch schon ein kompletter Keller steckt.

Die Bauarbeiter waren gerade am Einpacken und weil ich nicht stören wollte, machte ich erst schüchtern ein Foto von der Seite, sprach dann aber doch noch kurz mit den Bauarbeitern. Als Baunoob fiel mir keine klügere Frage als „Na, läuft alles so, wie es laufen soll?“ ein, worauf ich die ebenso präzise Antwort „Ja“ bekam, allerdings erklärten sie mir noch ein bisschen genauer, was sie wann gemacht hatten.

Auf der anderen Seite der Bodenplatte, hier links gut verpackt, kann man sehen, dass jetzt auch schon die Kellertreppe gegossen wurde. Wir bekommen sowohl eine Treppe, die vom Treppenhaus innerhalb des Hauses in den Keller geht, als auch eine „Schmuddeltreppe“, die von der Garage bzw. vom Garten aus in den Keller geht. Auf die Treppe wird dann später die Garage gebaut. Dazu muss aber erstmal der Keller und die Drainge und Rohre darum so weit fertig sein, dass man den Keller rundherum in Erde einpacken kann (wie auf dem oberen Bild rechts zu sehen ist).

Ich bin gespannt, was es nächste Woche dann zu sehen gibt und ob wir in drei Wochen dann wirklich schon Richtfest feiern können.

Es geht los! (Echt jetzt!)

Es ist schon ein paar Wochen her, dass wir über das Loch im Boden gestaunt haben. Fast zwei Monate ist es her, dass wir mit dem Bauleiter und dem Tiefbauer vor dem Grundstück standen und optimistisch ein Richtfest in sieben Wochen – also ungefähr jetzt – andachten. Ich war von Anfang an skeptisch, dass es so schnell gehen würde und wir sind tatsächlich noch weit vom Richtfest entfernt, aber es passieren Dinge!

In der ersten Oktoberwoche sagte man uns, dass die Bodenplatte am 7. Oktober (ein Samstag) oder spätestens den Montag darauf gegossen werden könne. Die letzten Tage über war es ziemlich stürmisch, also machte ich mir nicht allzu viele Hoffnungen. Man sieht, in dieser Hinsicht bin ich eher der Pessimist. Da ich am 7. Oktober sowieso in der Nähe war, fuhr ich zum Grundstück. Dort war immer noch keine Bodenplatte, aber unser Tiefbauer, der mit dem Rücken zu mir vor dem Grundstück stand und andächtig auf unser Loch schaute. Er war wie ich gerade eher zufällig in der Nähe und schaute mal vorbei, obwohl es Samstagabend war und regnete. Schon witzig, dass wir uns gerade jett trafen, aber ich war wirklich etwas enttäuscht, dass noch nicht mehr passiert war. Der Tiefbauer erzählte mir, dass eventuell noch mehr ausgeschachtet werden müsse, da die bisherige Ausschachtung auf der rechten Grundstückseite wohl etwas steil sei. Im Klartext: Heute keine Bodenplatte und am Montag sicherlich auch nicht.

Im Grunde war es dann gerade ganz passend für mich, dass mein Kopf gerade aus beruflichen Gründen anderweitig beschäftigt war, also vergingen die Tage recht schnell und schon am Donnerstag drauf kam eine kurze Nachricht vom Bauleiter, „Heute Bodenplatte, morgen Kran“. Wir warteten noch ein paar Tage ab, um nicht schon wieder vom Anblick enttäuscht zu werden, und fuhren am kommenden Dienstag, also dem 17. Oktober, wieder zum Grundstück. Und siehe da – ein Kran!

Wahrscheinlich hat jetzt die befriedigendste Phase im Bau angefangen, weil wir nach über einem Jahr Planung jetzt endlich etwas sehen können. Zwar sehen wir auch das wachsende Minus auf dem Konto, aber im Gegensatz zu vorher, wo Behörden, Notar und viel unsichtbares Zeug bezahlt werden musste, fühlt es sich doch jetzt echter an.

Während wir noch ein bisschen mit dem Nachbarn von Gegenüber plauschten, der sein Haus viel in Eigenleistung baut und der eigentlich immer auf dem Bau anzutreffen ist, wovor ich großen Respekt habe, lernten wir auch noch die Nachbarin von der anderen Seite der Kreuzung kennen. Wie alle anderen, die wir bisher kennengelernt hatten, machte auch sie einen sehr netten Eindruck. Wieder unser Alter, wieder aufgeschlossen und freundlich.

Ich bin gespannt, wie sich die Nachbarschaft über die Jahre entwickeln wird. Ich denke, dass es einerseits ein großer Vorteil ist, in einem Neubaugebiet gleichzeitig mit vielen anderen zu bauen, da man direkt mit den Nachbarn ins Gespräch kommt, meistens gleich alt ist und zum Teil ähnliche Lebensvorstellungen hat. Bei meinen Großeltern war es in den 1950er Jahren ganz ähnlich und ganze Familien wurden dort gleichzeitig miteinander groß. Auf der anderen Seite bin ich aber auch etwas skeptisch gegenüber so einer Monokultur. Wenn alle gleich sind, gibt es schneller Außenseiter, als wenn alle grundverschieden sind. Aber in der Hinsicht bin ich dann wiederum Optimist. Hauptsache ich muss in keinen Schützenverein eintreten.

Was bisher geschah

Mai 2016

Vor knapp einem Jahr bin ich von Berlin nach Düsseldorf gezogen. Wir waren damals angesichts des Düsseldorfer Mietspiegels sehr froh, dass wir auf Anhieb eine große und erschwingliche Maisonettewohnung mit Garage in der Innenstadt gefunden hatten. Ziel war es, bald nicht mehr zwischen Großstadt und Sauerland pendeln zu müssen. Eigentlich wollte ich so schnell keine Umzugskisten mehr anrühren, doch die Enge dieser Stadt, die unfreundliche Nachbarschaft und nicht zuletzt mein Bruder und seine jetzige Frau, die im Frühjahr 2016 für uns recht überraschend ein Haus gekauft hatten, sorgte dafür, dass sich das Thema Hausbau so langsam in unsere Köpfe schlich und dort Wurzeln schlug.

3. Juni 2016

Noch wussten wir nicht, wo wir bauen wollten. In den letzten Tagen hatten wir uns mal genauer mit Werl beschäftigt. Die Stadt liegt strategisch günstig nahe der Autobahn, man ist also schnell im Ruhrgebiet, aber auch weit genug weg für bezahlbare Grundstückspreise.

Gestern hatten wir auf der Seite der Stadt zwei Neubaugebiete ausgespäht, wo wir heute einfach mal hingefahren sind, doch irgendwie war es das einfach nicht. Am Ende machten wir noch einen Abstecher in die Innenstadt und aßen dort ein Eis, das uns nicht schmeckte. Alles klar, nicht unsere Stadt.

16. Juni 2016

Die nächste Stadt, die wir uns ansahen, war Wickede. Wieder eine strategische Entscheidung, wieder irgendwo zwischen Wald und Zivilisation. Ich kannte den Ortsnamen hauptsächlich durch meine Pendelei mit der Bahn und die Zuganbindung war für mich schon der erste wichtige Pluspunkt.

Meine Pendelei brachte mich heute zum ersten Mal dorthin, wo bald unser Haus stehen wird. An einem eher tristen und wolkenverhangenen Tag stapfte ich den Berg hinauf, sah ins Tal hinab und erblickte im Süden den Wald und dachte mir: Nett hier.

27. August 2016

Inzwischen hatten wir uns für ein Plätzchen in dem Neubaugebiet entschieden, dass Anfang August erschlossen wurde. Um uns vor dem Kauf nochmal zu vergewissern, ob es sich richtig anfühlt, sind wir heute nochmal hingefahren. Diesmal mit besserem Wetter. Am Ende gab es auch ein Eis, das viel besser als das in Werl schmeckte. Wenn das kein Omen ist! Ja, ein bisschen Aberglaube ab und zu ist in Ordnung.

5. September 2016

Wir haben das Grundstück gekauft. Knapp 450 m² Erde gehören jetzt uns. Witzig, diese Vorstellung, dass mir ein Teil dieses Planeten gehört. Eine Stunde lang betreutes Lesen und dann wurde vereinbart, dass, wenn wir viel Geld zahlen, wir ans Ende des Papiers unsere Namen schreiben dürfen. Offiziel uns wird das Grundstück aber erst im Dezember gehören. Der ganze Kaufprozess läuft nämlich nicht direkt zwischen dem ursprünglichen Eigentümer und den Endkäufern, sondern über die Firma Werretal, die das ursprüngliche Ackerland erschließt, d.h. mit Baustraßen und den nötigen Leitungen austattet.

Ein paar Wochen später war dann auch alles abgemessen. Vom Vermesser bekamen wir dann auch mehrere Skizzen, auf denen wir auch schon die Nachbargrundstücke und die Namen unserer neuen Nachbarn sehen konnten. Wir malten uns aus, was für Menschen sich wohl hinter diesen Namen verbergen könnten.

SOmmer 2016 – Winter 2016/17

Inzwischen haben wir auch schon mit mehreren Baufirmen Kontakt aufgenommen. Die erste Firma, Favorit, wurde uns von Freunden empfohlen. Die beiden hatten vor ein paar Jahren mit denen gebaut. Ihr Haus steht im Nachbarort von Christians Eltern und das Grundstück hat ähnlich wie unseres Hanglage und ist nicht besonders riesig. Uns gefiel deren Haus so gut, weil es kompakt gebaut ist, aber trotzdem unendlich viel Platz zu haben scheint.

Das erste Treffen mit Favorit war auch sehr nett, wir haben uns bei der Planung an dem Haus unserer Freunde orientiert und der erste Entwurf gefiel uns auch sehr gut. Geplant war zunächst ein Einfamilienhaus mit gemauerter Garage und ausgebautem Dachboden. Wir wollten gerne energieeffiient bauen, also entweder KfW 55 oder höher. Dazu mussten noch ein paar Anpassungen gemacht werden, wie z.B. eine bessere Dämmung.

Leider wurde uns bisher noch kein Preis genannt und wir hatten noch die Preise unserer Freunde  im Kopf und nicht bedacht, dass Hauspreise in den letzten Jahren einfach durch die Decke geschossen waren. Als wir den Preis dann erfuhren, schreckte uns das erstmal ab, sodass wir uns nach weiteren Firmen umschauten.

Als wir meinen Bruder und seine Verlobte in ihrem neuen Haus besucht hatten, machten wir einen Abstecher nach Bad Fallingbostel, wo es einen Musterhauspark von Viebrockhaus gibt.  Dort standen Grundpreise für die Häuser direkt an den Musterhäusern dran – auch diese bewegten sich in einem ähnlichen Preisrahmen wie die Angebote von Favorit. Mit unserem Energieeffizienzplan wäre alles sogar noch ein bisschen teurer geworden.

Der zweite Vertreter, der bei uns war, kam von Baudirekt. Die Firma agiert deutschlandweit und koordiniert die Gewerke zentral. Als Endkunde kannst du  aber selbst auswählen, welche Handwerker bei dir was machen sollen. Die Firma hatte auch so eine Art „Haus von der Stange“, also  Häuser, die schon komplett fertig geplant sind und die man deshalb für einen günstigen Preis kaufen kann. Die Häuser selbst fanden wir gut geplant, aber es hätte z.B. keine Lüftungsanlage gegeben, die uns sehr wichtig ist. Außerdem hatte ich bei dem Firmenkonzept irgendwie kein tolles Gefühl. Ich kenne keine Handwerker vor Ort, von daher möchte ich die selbst auch nicht aussuchen, sondern auf eine Firma vertrauen, die in der Region erfahren ist oder gleich alles selbst macht. Von daher flog auch Baudirekt raus.

Die nächste Firma, mit der wir uns beschäftigten, waren Schmidt & Schmidt. Ein Kollege von Christian hatte vor ein paar Jahren mit denen gebaut und uns zu sich nach Hause eingefallen. Uns gefiel die Aufteilung sehr gut, deren Haus sah schick aus, war aber trotzdem praktisch geplant. Die Firma kommt aus dem Sauerland und ist dort stark vertreten. In der Ecke, in der wir bauen werden, sind sie aber auch manchmal unterwegs. Wir machten einen Termin und fuhren eines Tages zu Schmidt & Schmidt. Das war nun der dritte Ansprechpartner und er war uns sofort am sympathischsten. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er uns einfach nur irgendein Haus verkaufen wollte, sondern er streute auch immer wieder ein, was er gut und was er nicht so gut fand. Eine Lüftungsanlage fand er z.B. partout nicht gut, genau so wie jegliche Dämmung, die nicht aus Stein ist. Wir planten ein Haus, das sich in der Grundform wie ein wenig an der von Christians Arbeitskollegen orientierte. Da der Kollege aber ein Haus mit zwei Vollgeschossen hat und wir bei uns nur eingeschossig bauen dürfen, wurde ein wenig was geändert.

Der fertige Entwurf (mit Lüftung und ohne Plastikwände) sah dann so aus:

Inzwischen hatten wir uns schon mehr mit der Finanzierung auseinandergesetzt, unser Limit angepasst und uns außerdem entschlossen, dass wir KfW-technisch den ganzen Weg gehen wollen: Das Haus sollte KfW40+ erfüllen, also fast schon ein Passivhaus werden. Konkret heißt das dickere Wände, Lüftungsanlage, Erdwärme, PV-Anlage. Das Haus sollte außerdem aus Ziegeln gemauert werden. Der Unterschied zu Porenbeton ist jetzt nicht so riesig, aber unsere Firma ist nun mal auf Ziegel spezialisiert und die Tatsache, dass Ziegel schallisolierender sind, kam uns ganz gelegen.

Nach langem Hin und Her hatten wir uns außerdem für einen Keller entschieden. Für die Haustechnik braucht man ja schon einen ganzen Raum, der auch nicht ganz so klein sein darf. Uns war es aber auch wichtig, im Erdgeschoss einen Raum zu haben, den wir als Büro nutzen können und, falls wir irgendwann mal nicht mehr so gut Treppen steigen können, später auch zum Schlafzimmer umwandeln können. Ein Erdgeschoss mit Hauswirtschaftsraum und Büro wäre aber flächenmäßig riesig geworden, was bei unserem relativ kleinen Grundstück schon irgendwie blöd ist. Außerdem hätten wir die ganze Fläche im Obergeschoss auch nicht gebraucht und nicht zuletzt ist ein Haus, das auf Fläche ausgelegt ist, nicht am energieeffizientesten.

Allerdings gehört mehr zu einem Keller, als nur ein Loch in den Boden zu graben und ein Geschoss mehr oben drauf zu setzen. Teilweise riet man (vor allem Freunde, die sich mit dem Thema schon beschäftigt hatten bzw. vom Fach sind) uns zu einer weißen Wanne, das ist ein Keller, der komplett außen herum aus Beton gegossen ist. Das ist wichtig, damit der Keller nicht feucht wird. Da unser Grundstück am Hang liegt, kommt da schon viel Wasser von oben runter. Immerhin liegen wir nicht unten am Hang, sondern relativ weit oben. So eine weiße Wanne ist zwar super, was das Wasser angeht, allerdings hat man hier dann ein Problem mit KfW40+, denn Beton isoliert nicht und es würde zu viel Wärme verloren gehen. Unsere Baufirma meinte außerdem, eine weiße Wanne sei nicht notwendig. Es würde eine Drainage gelegt und der Keller wie der Rest des Hauses mit Ziegelsteinen gemauert werden.

14. Januar 2017

Heute waren wir mal wieder im Neubaugebiet, wo die Nachbarhäuser gerade aus dem Boden sprießen. Wir haben uns mit ein paar neuen Nachbarn unterhalten und unser neues Straßenschild bewundert.

1. Februar 2017

Heute haben wir bei Schmidt & Schmidt den Vertrag für unser Haus unterschrieben. Da deren Auftragslage aber gerade so wunderbar aussieht, wurde der Baubeginn für den kommenden Herbst terminiert. Wir bekamen Schokolade, Rotwein, Jutebeutel, einen Regenschirm und Tassen zum Trost.

28. April 2017

Erstes Treffen mit unserem Bauleiter am Grunstück. Die Nachbarhäuser sprießen weiterhin, bei uns sprießt nur der Raps.

25. August 2017

Fast ein Jahr ist seit dem Grundstückskauf vergangen. Inzwischen sind die ersten Nachbarn bereits eingezogen. Der Vorteil: Je mehr Häuser um unser herum stehen, desto weniger Baulärm bekommen wir später mit.

Heute hatten wir dann einen Vororttermin mit dem Bauleiter und dem Tiefbauer. Los geht’s. Na ja, irgendwie immer noch nicht so richtig. Es wurden aber schon mal die nächsten konkreten Schritte geplant und das ist ja schon etwas.

16. September 2017

Diese Woche sollte es losgehen und tatsächlich schickte uns unser neuer Nachbar vor zwei Tagen dieses Bild: Ein Bagger! Auf unserem Grundstück, wo vor zwei Wochen noch meterhohe Disteln wuchsen.

Um uns selbst davon zu überzeugen, fuhren wir heute zum Grundstück und wurden von einem Loch begrüßt. Zum ersten Mal spüre ich heute so ein Kribbeln. Alter, wir bauen!