Es geht los! (Echt jetzt!)

Es ist schon ein paar Wochen her, dass wir über das Loch im Boden gestaunt haben. Fast zwei Monate ist es her, dass wir mit dem Bauleiter und dem Tiefbauer vor dem Grundstück standen und optimistisch ein Richtfest in sieben Wochen – also ungefähr jetzt – andachten. Ich war von Anfang an skeptisch, dass es so schnell gehen würde und wir sind tatsächlich noch weit vom Richtfest entfernt, aber es passieren Dinge!

In der ersten Oktoberwoche sagte man uns, dass die Bodenplatte am 7. Oktober (ein Samstag) oder spätestens den Montag darauf gegossen werden könne. Die letzten Tage über war es ziemlich stürmisch, also machte ich mir nicht allzu viele Hoffnungen. Man sieht, in dieser Hinsicht bin ich eher der Pessimist. Da ich am 7. Oktober sowieso in der Nähe war, fuhr ich zum Grundstück. Dort war immer noch keine Bodenplatte, aber unser Tiefbauer, der mit dem Rücken zu mir vor dem Grundstück stand und andächtig auf unser Loch schaute. Er war wie ich gerade eher zufällig in der Nähe und schaute mal vorbei, obwohl es Samstagabend war und regnete. Schon witzig, dass wir uns gerade jett trafen, aber ich war wirklich etwas enttäuscht, dass noch nicht mehr passiert war. Der Tiefbauer erzählte mir, dass eventuell noch mehr ausgeschachtet werden müsse, da die bisherige Ausschachtung auf der rechten Grundstückseite wohl etwas steil sei. Im Klartext: Heute keine Bodenplatte und am Montag sicherlich auch nicht.

Im Grunde war es dann gerade ganz passend für mich, dass mein Kopf gerade aus beruflichen Gründen anderweitig beschäftigt war, also vergingen die Tage recht schnell und schon am Donnerstag drauf kam eine kurze Nachricht vom Bauleiter, „Heute Bodenplatte, morgen Kran“. Wir warteten noch ein paar Tage ab, um nicht schon wieder vom Anblick enttäuscht zu werden, und fuhren am kommenden Dienstag, also dem 17. Oktober, wieder zum Grundstück. Und siehe da – ein Kran!

Wahrscheinlich hat jetzt die befriedigendste Phase im Bau angefangen, weil wir nach über einem Jahr Planung jetzt endlich etwas sehen können. Zwar sehen wir auch das wachsende Minus auf dem Konto, aber im Gegensatz zu vorher, wo Behörden, Notar und viel unsichtbares Zeug bezahlt werden musste, fühlt es sich doch jetzt echter an.

Während wir noch ein bisschen mit dem Nachbarn von Gegenüber plauschten, der sein Haus viel in Eigenleistung baut und der eigentlich immer auf dem Bau anzutreffen ist, wovor ich großen Respekt habe, lernten wir auch noch die Nachbarin von der anderen Seite der Kreuzung kennen. Wie alle anderen, die wir bisher kennengelernt hatten, machte auch sie einen sehr netten Eindruck. Wieder unser Alter, wieder aufgeschlossen und freundlich.

Ich bin gespannt, wie sich die Nachbarschaft über die Jahre entwickeln wird. Ich denke, dass es einerseits ein großer Vorteil ist, in einem Neubaugebiet gleichzeitig mit vielen anderen zu bauen, da man direkt mit den Nachbarn ins Gespräch kommt, meistens gleich alt ist und zum Teil ähnliche Lebensvorstellungen hat. Bei meinen Großeltern war es in den 1950er Jahren ganz ähnlich und ganze Familien wurden dort gleichzeitig miteinander groß. Auf der anderen Seite bin ich aber auch etwas skeptisch gegenüber so einer Monokultur. Wenn alle gleich sind, gibt es schneller Außenseiter, als wenn alle grundverschieden sind. Aber in der Hinsicht bin ich dann wiederum Optimist. Hauptsache ich muss in keinen Schützenverein eintreten.

Auf die Schnelle: „Bolognese“

Einmal am Tag eine richtige Mahlzeit zu essen finde ich wichtig. Einmal am Tag eine richtige Mahlzeit zu kochen gibt mir außerdem das Gefühl, dass ich mein Leben im Griff habe. Gerade, nachdem man den ganzen Tag im Büro gesessen und auf den Bildschirm gestarrt hat, während man abstrakte Gedanken formt, tut es gut, abends etwas Richtiges herzustellen.

Über die Jahre haben sich bei mir und meinem Freund ein paar Gerichte etabliert, die es je nach Stimmung, Jahreszeit und Wetter immer wieder gibt und in der Regel ohne lange Einkaufslisten auskommen. Trotzdem gibt es bei uns oft einfach nur Brot, Tiefkühlpizza oder Dosensuppe, was nicht gerade glücklich macht. Deshalb möchte ich jetzt im regelmäßigen Abstand mal meine Wochentagsrezepte hier aufschreiben. Hauptsächlich, um mir selbst etwas in den Hintern zu treten, aber vielleicht kriege ich hiermit ja den einen oder anderen auch zum Kochen motiviert.

So, jetzt will ich nicht länger um den heißen Brei (mmmh, Brei) herumreden und loslegen. Über Variationen oder andere Rezepte in den Kommentaren würde ich mich im Übrigen freuen. Ein bisschen Variation im Alltag schadet ja nie.

„Bolognese“

Den Anfang macht ein Klassiker. Meine „Alltagsbolognese“ (in Anführungszeichen, um Sprüchen wie „Aber das Original geht doch ganz anders“ zu entgehen). Am Wochenende mache ich manchmal eine aufwändigere Variante, aber für unter der Woche habe ich die Zutaten auf das für mich Wesentliche reduziert. Natürlich schmeckt Bolognese immer noch etwas besser, wenn sie länger auf dem Herd steht, aber ich finde, dass man sie mit der richtigen Würze auch schon nach 20 Minuten essen kann.

Das erste Essen, das ich als Jugendliche kochen konnte, war Pizzasoße. Mein Bruder machte meistens den Teig. Von der Pizzasoße zur Bolognese ist es dann auch kein weiter Weg mehr: Bolognese machen lernte ich in Form von kleinen Zettelchen, die meine Mutter morgens schrieb und auf die Arbeitsplatte neben einen Klumpen tiefgekühltes Hackfleisch legte, bevor sie zur Arbeit fuhr. In ihr Alltagsrezept gehörte immer noch ein Päckchen „Soße für Hackbraten“. Ich fand das immer etwas cool und rebellisch: Zwar war es auch Maggi-Fertigpulver, aber für ein anderes Gericht, also kam es mir mehr vor wie Selbermachen.

Mittlerweile benutze ich schon seit Jahren kein Soßenpulver mehr, ich habe aber kürzlich im Hollandurlaub eine Tube „Umamipaste“ gefunden und ausprobiert. Diese Paste ist auch ein absoluter No-Brainer. Schmeckt die Bolognese fad, einfach Umamipaste rein. Für mich fühlt sich das schon irgendwie wie cheaten an, also benutze ich sie nicht immer, um mir zu beweisen, dass ich auch selbst würzen kann. Es ist also kein Drama, wenn man so etwas nicht zu Hause hat.

Jetzt aber zum eigentlichen Rezept:

Rezept für 2 Personen

  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Packung Schinkenwürfel (wir nehmen die Packungen, die noch einmal in drei kleinere Portionen unterteilt sind)
  • 300 g Rinderhackfleisch
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Möhre
  • 1 Dose Tomaten in Stücken
  • Herbes de Provence
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1-2 eingelegte Knoblauchzehen
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/4 TL Kreuzkümmel
  • Umamipaste (optional)
  • 250 g Spaghetti
  • 1/2 Stück Hartkäse (Parmesan, Grana Padano, Pecorino)
  • Olivenöl
  1. Einen großen Topf mit Wasser und einem gehäuften TL Salz füllen. Deckel drauf, auf höchste Stufe stellen und Nudeln schon einmal daneben legen.
  2. Zwiebel und Möhre schälen und in kleine Stückchen schneiden. Besonders die Möhrenstückchen schön dünn schneiden, damit sie schneller durchgaren.
  3. Zwiebel, Möhre, Zucker und Tomatenmark mit einem Klecks Olivenöl in einer mittelgroßen Pfanne auf mittlerer Hitze anschwitzen und ein bisschen karamellisieren lassen.
  4. Schinkenwürfel und Hackfleisch dazu geben. Knoblauch kleinschneiden, ebenfalls dazu geben und alles anbraten.
  5. Wenn das Fleisch nicht mehr rosa ist, Dosentomaten dazugeben.
  6. Herbes de Provence, Zimt, Kreuzkümmel, Pfeffer, Salz und Umamipaste nach Geschmack dazu geben. Auf kleiner Stufe köcheln lassen und eventuell nachwürzen.
    Ich versuche immer, genau so viel Salz wie Zucker zu nehmen. Tomaten sind ziemlich sauer, von daher muss in meinen Augen immer etwas Zucker dazu. Da die Säure sich beim längeren Kochen eher verflüchtigt, passiert es mir bei der Schnellbolognese aber auch gerne, dass ich schon mal etwas nachzuckere.
  7. Käse über einer kleinen Schüssel reiben und auf den Tisch stellen.
  8. Nudeln in das Wasser geben, sobald es kocht und nach Packungsangaben kochen.
  9. Wenn die Nudeln fertig sind, Nudeln abgießen und auf die Teller aufteilen. Herd ausschalten und Soße über die Nudeln verteilen. Käse nicht vergessen!

Serientipp zum Essen: Die Sopranos

Was bisher geschah

Mai 2016

Vor knapp einem Jahr bin ich von Berlin nach Düsseldorf gezogen. Wir waren damals angesichts des Düsseldorfer Mietspiegels sehr froh, dass wir auf Anhieb eine große und erschwingliche Maisonettewohnung mit Garage in der Innenstadt gefunden hatten. Ziel war es, bald nicht mehr zwischen Großstadt und Sauerland pendeln zu müssen. Eigentlich wollte ich so schnell keine Umzugskisten mehr anrühren, doch die Enge dieser Stadt, die unfreundliche Nachbarschaft und nicht zuletzt mein Bruder und seine jetzige Frau, die im Frühjahr 2016 für uns recht überraschend ein Haus gekauft hatten, sorgte dafür, dass sich das Thema Hausbau so langsam in unsere Köpfe schlich und dort Wurzeln schlug.

3. Juni 2016

Noch wussten wir nicht, wo wir bauen wollten. In den letzten Tagen hatten wir uns mal genauer mit Werl beschäftigt. Die Stadt liegt strategisch günstig nahe der Autobahn, man ist also schnell im Ruhrgebiet, aber auch weit genug weg für bezahlbare Grundstückspreise.

Gestern hatten wir auf der Seite der Stadt zwei Neubaugebiete ausgespäht, wo wir heute einfach mal hingefahren sind, doch irgendwie war es das einfach nicht. Am Ende machten wir noch einen Abstecher in die Innenstadt und aßen dort ein Eis, das uns nicht schmeckte. Alles klar, nicht unsere Stadt.

16. Juni 2016

Die nächste Stadt, die wir uns ansahen, war Wickede. Wieder eine strategische Entscheidung, wieder irgendwo zwischen Wald und Zivilisation. Ich kannte den Ortsnamen hauptsächlich durch meine Pendelei mit der Bahn und die Zuganbindung war für mich schon der erste wichtige Pluspunkt.

Meine Pendelei brachte mich heute zum ersten Mal dorthin, wo bald unser Haus stehen wird. An einem eher tristen und wolkenverhangenen Tag stapfte ich den Berg hinauf, sah ins Tal hinab und erblickte im Süden den Wald und dachte mir: Nett hier.

27. August 2016

Inzwischen hatten wir uns für ein Plätzchen in dem Neubaugebiet entschieden, dass Anfang August erschlossen wurde. Um uns vor dem Kauf nochmal zu vergewissern, ob es sich richtig anfühlt, sind wir heute nochmal hingefahren. Diesmal mit besserem Wetter. Am Ende gab es auch ein Eis, das viel besser als das in Werl schmeckte. Wenn das kein Omen ist! Ja, ein bisschen Aberglaube ab und zu ist in Ordnung.

5. September 2016

Wir haben das Grundstück gekauft. Knapp 450 m² Erde gehören jetzt uns. Witzig, diese Vorstellung, dass mir ein Teil dieses Planeten gehört. Eine Stunde lang betreutes Lesen und dann wurde vereinbart, dass, wenn wir viel Geld zahlen, wir ans Ende des Papiers unsere Namen schreiben dürfen. Offiziel uns wird das Grundstück aber erst im Dezember gehören. Der ganze Kaufprozess läuft nämlich nicht direkt zwischen dem ursprünglichen Eigentümer und den Endkäufern, sondern über die Firma Werretal, die das ursprüngliche Ackerland erschließt, d.h. mit Baustraßen und den nötigen Leitungen austattet.

Ein paar Wochen später war dann auch alles abgemessen. Vom Vermesser bekamen wir dann auch mehrere Skizzen, auf denen wir auch schon die Nachbargrundstücke und die Namen unserer neuen Nachbarn sehen konnten. Wir malten uns aus, was für Menschen sich wohl hinter diesen Namen verbergen könnten.

SOmmer 2016 – Winter 2016/17

Inzwischen haben wir auch schon mit mehreren Baufirmen Kontakt aufgenommen. Die erste Firma, Favorit, wurde uns von Freunden empfohlen. Die beiden hatten vor ein paar Jahren mit denen gebaut. Ihr Haus steht im Nachbarort von Christians Eltern und das Grundstück hat ähnlich wie unseres Hanglage und ist nicht besonders riesig. Uns gefiel deren Haus so gut, weil es kompakt gebaut ist, aber trotzdem unendlich viel Platz zu haben scheint.

Das erste Treffen mit Favorit war auch sehr nett, wir haben uns bei der Planung an dem Haus unserer Freunde orientiert und der erste Entwurf gefiel uns auch sehr gut. Geplant war zunächst ein Einfamilienhaus mit gemauerter Garage und ausgebautem Dachboden. Wir wollten gerne energieeffiient bauen, also entweder KfW 55 oder höher. Dazu mussten noch ein paar Anpassungen gemacht werden, wie z.B. eine bessere Dämmung.

Leider wurde uns bisher noch kein Preis genannt und wir hatten noch die Preise unserer Freunde  im Kopf und nicht bedacht, dass Hauspreise in den letzten Jahren einfach durch die Decke geschossen waren. Als wir den Preis dann erfuhren, schreckte uns das erstmal ab, sodass wir uns nach weiteren Firmen umschauten.

Als wir meinen Bruder und seine Verlobte in ihrem neuen Haus besucht hatten, machten wir einen Abstecher nach Bad Fallingbostel, wo es einen Musterhauspark von Viebrockhaus gibt.  Dort standen Grundpreise für die Häuser direkt an den Musterhäusern dran – auch diese bewegten sich in einem ähnlichen Preisrahmen wie die Angebote von Favorit. Mit unserem Energieeffizienzplan wäre alles sogar noch ein bisschen teurer geworden.

Der zweite Vertreter, der bei uns war, kam von Baudirekt. Die Firma agiert deutschlandweit und koordiniert die Gewerke zentral. Als Endkunde kannst du  aber selbst auswählen, welche Handwerker bei dir was machen sollen. Die Firma hatte auch so eine Art „Haus von der Stange“, also  Häuser, die schon komplett fertig geplant sind und die man deshalb für einen günstigen Preis kaufen kann. Die Häuser selbst fanden wir gut geplant, aber es hätte z.B. keine Lüftungsanlage gegeben, die uns sehr wichtig ist. Außerdem hatte ich bei dem Firmenkonzept irgendwie kein tolles Gefühl. Ich kenne keine Handwerker vor Ort, von daher möchte ich die selbst auch nicht aussuchen, sondern auf eine Firma vertrauen, die in der Region erfahren ist oder gleich alles selbst macht. Von daher flog auch Baudirekt raus.

Die nächste Firma, mit der wir uns beschäftigten, waren Schmidt & Schmidt. Ein Kollege von Christian hatte vor ein paar Jahren mit denen gebaut und uns zu sich nach Hause eingefallen. Uns gefiel die Aufteilung sehr gut, deren Haus sah schick aus, war aber trotzdem praktisch geplant. Die Firma kommt aus dem Sauerland und ist dort stark vertreten. In der Ecke, in der wir bauen werden, sind sie aber auch manchmal unterwegs. Wir machten einen Termin und fuhren eines Tages zu Schmidt & Schmidt. Das war nun der dritte Ansprechpartner und er war uns sofort am sympathischsten. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er uns einfach nur irgendein Haus verkaufen wollte, sondern er streute auch immer wieder ein, was er gut und was er nicht so gut fand. Eine Lüftungsanlage fand er z.B. partout nicht gut, genau so wie jegliche Dämmung, die nicht aus Stein ist. Wir planten ein Haus, das sich in der Grundform wie ein wenig an der von Christians Arbeitskollegen orientierte. Da der Kollege aber ein Haus mit zwei Vollgeschossen hat und wir bei uns nur eingeschossig bauen dürfen, wurde ein wenig was geändert.

Der fertige Entwurf (mit Lüftung und ohne Plastikwände) sah dann so aus:

Inzwischen hatten wir uns schon mehr mit der Finanzierung auseinandergesetzt, unser Limit angepasst und uns außerdem entschlossen, dass wir KfW-technisch den ganzen Weg gehen wollen: Das Haus sollte KfW40+ erfüllen, also fast schon ein Passivhaus werden. Konkret heißt das dickere Wände, Lüftungsanlage, Erdwärme, PV-Anlage. Das Haus sollte außerdem aus Ziegeln gemauert werden. Der Unterschied zu Porenbeton ist jetzt nicht so riesig, aber unsere Firma ist nun mal auf Ziegel spezialisiert und die Tatsache, dass Ziegel schallisolierender sind, kam uns ganz gelegen.

Nach langem Hin und Her hatten wir uns außerdem für einen Keller entschieden. Für die Haustechnik braucht man ja schon einen ganzen Raum, der auch nicht ganz so klein sein darf. Uns war es aber auch wichtig, im Erdgeschoss einen Raum zu haben, den wir als Büro nutzen können und, falls wir irgendwann mal nicht mehr so gut Treppen steigen können, später auch zum Schlafzimmer umwandeln können. Ein Erdgeschoss mit Hauswirtschaftsraum und Büro wäre aber flächenmäßig riesig geworden, was bei unserem relativ kleinen Grundstück schon irgendwie blöd ist. Außerdem hätten wir die ganze Fläche im Obergeschoss auch nicht gebraucht und nicht zuletzt ist ein Haus, das auf Fläche ausgelegt ist, nicht am energieeffizientesten.

Allerdings gehört mehr zu einem Keller, als nur ein Loch in den Boden zu graben und ein Geschoss mehr oben drauf zu setzen. Teilweise riet man (vor allem Freunde, die sich mit dem Thema schon beschäftigt hatten bzw. vom Fach sind) uns zu einer weißen Wanne, das ist ein Keller, der komplett außen herum aus Beton gegossen ist. Das ist wichtig, damit der Keller nicht feucht wird. Da unser Grundstück am Hang liegt, kommt da schon viel Wasser von oben runter. Immerhin liegen wir nicht unten am Hang, sondern relativ weit oben. So eine weiße Wanne ist zwar super, was das Wasser angeht, allerdings hat man hier dann ein Problem mit KfW40+, denn Beton isoliert nicht und es würde zu viel Wärme verloren gehen. Unsere Baufirma meinte außerdem, eine weiße Wanne sei nicht notwendig. Es würde eine Drainage gelegt und der Keller wie der Rest des Hauses mit Ziegelsteinen gemauert werden.

14. Januar 2017

Heute waren wir mal wieder im Neubaugebiet, wo die Nachbarhäuser gerade aus dem Boden sprießen. Wir haben uns mit ein paar neuen Nachbarn unterhalten und unser neues Straßenschild bewundert.

1. Februar 2017

Heute haben wir bei Schmidt & Schmidt den Vertrag für unser Haus unterschrieben. Da deren Auftragslage aber gerade so wunderbar aussieht, wurde der Baubeginn für den kommenden Herbst terminiert. Wir bekamen Schokolade, Rotwein, Jutebeutel, einen Regenschirm und Tassen zum Trost.

28. April 2017

Erstes Treffen mit unserem Bauleiter am Grunstück. Die Nachbarhäuser sprießen weiterhin, bei uns sprießt nur der Raps.

25. August 2017

Fast ein Jahr ist seit dem Grundstückskauf vergangen. Inzwischen sind die ersten Nachbarn bereits eingezogen. Der Vorteil: Je mehr Häuser um unser herum stehen, desto weniger Baulärm bekommen wir später mit.

Heute hatten wir dann einen Vororttermin mit dem Bauleiter und dem Tiefbauer. Los geht’s. Na ja, irgendwie immer noch nicht so richtig. Es wurden aber schon mal die nächsten konkreten Schritte geplant und das ist ja schon etwas.

16. September 2017

Diese Woche sollte es losgehen und tatsächlich schickte uns unser neuer Nachbar vor zwei Tagen dieses Bild: Ein Bagger! Auf unserem Grundstück, wo vor zwei Wochen noch meterhohe Disteln wuchsen.

Um uns selbst davon zu überzeugen, fuhren wir heute zum Grundstück und wurden von einem Loch begrüßt. Zum ersten Mal spüre ich heute so ein Kribbeln. Alter, wir bauen!