Winterschlaf

Es ist etwas still geworden im Hausbaubloggerland. Das liegt einerseits daran, dass die Meilensteine beim Innenausbau nicht so geradlinig dokumentiert werden können, andererseits daran, dass die Temperaturen jetzt im Spätwinter noch einmal ordentlich gesunken und im Minusbereich verharrt sind – aber auch daran, dass ich einfach nicht die Zeit und Muße gefunden habe, mir mal wieder den Laptop zu schnappen, um etwas zu dokumentieren. Damit der Berg an Neuigkeiten jetzt aber noch noch größer wird, folgt heute das lang ersehnte (?) Update. Wenn ich mit einem richtigen Büro und einem richtigen Schreibtisch nicht mehr vom Sofa aus bloggen muss, wird dann alles ganz anders. Bestimmt.

Am 26. Januar waren wir zur Küchenplanung bei IKEA. Wir hatten uns vorher schon im Internet eine Küche zusammengebaut und wollten das jetzt noch mit einem Fachmann besprechen. Er hat nur ein paar kleine Änderungen gemacht, aber im Grunde sind wir bei unserer Planung geblieben. Wenn der Putz an den Wänden ist, müssen wir noch einmal genau Maß nehmen, bevor wir die Küche dann auch bestellen können (Spoiler Alert: Inzwischen haben wir Putz an den Wänden und auch schon Maß genommen).

Hier die geplante Küche (die Fronten in weiß und hochglanz und zwei Hängeschränke mit Glastüren, die Arbeitsplatte in Eichenfurnier)
Und hier soll das Ganze später eingebaut werden.

Nach der Küchenplanung waren wir noch einmal in der Badabteilung. Wir hatten jetzt ja genug andere Hängeschränke gesehen, um einigermaßen vergleichen zu können. Uns gefiel dieser Schrank hier ganz gut und wir tendieren mittlerweile dazu, unsere Badmöbel auch dort zu kaufen.

Schrank für das kleine Bad
Kabel auf dem Boden

Am 2. Februar sprachen wir beim Frühstück darüber, wann sich der Fliesenleger wohl mal wieder melden würde. Kurz darauf klingelte das Telefon und zwei Stunden später trafen wir uns mit ihm im Haus, um die Räume einmal abzugehen und ihm zu schildern, was wir uns vorstellten. Zu sehen gab es ansonsten nichts wirklich neues. Auf dem Boden tummeln sich die Stromleitungen und ein paar Rohre für die spätere Fußbodenheizung. Aus Dokumentationszwecken habe ich mir die Mühe gemacht und Unmengen von Kabel-auf-dem-Boden-Bildern gemacht, aber die erspare ich euch mal. Eins reicht.

Viel spannender als Leitungen auf dem Boden sind bestimmt die Fliesen, die wir uns schon Anfang Januar im Baustoffhandel ausgesucht haben:

Bodenfliese in Betonoptik, weiße Wandfliese und blaue Mosaike (links)
Diese Bodenfliese in Holzoptik wird dann im Wohnzimmer und im Büro unten verlegt.

Die graue Bodenfliese in Betonoptik soll in den Bädern, im Flur unten und in der Küche verlegt werden. Die Wände werden ganz unspannend weiß glänzend in 30×60, in den Bädern wollen wir noch mit blauen Mosaiken als Akzent arbeiten (unser Favorit ist das Dunkelblau ganz links).

Für die drei Schlafzimmer und den Flur im Obergeschoss haben wir uns für Vinyl entschieden. Vinyl soll bei einer Fußbodenheizung besser geeignet sein als Holz oder Laminat (zudem finde ich Laminat einfach furchtbar!) und Linoleum wäre für das trockene Raumklima, das wir erwarten, auch nicht super geeignet gewesen. Zudem ist ein schöner Linoleumboden leider auch ziemlich kostspielig.

Am 3. März waren wir auf Empfehlung von Christians Eltern, die im Dezember ihr Haus teilweise renoviert hatten, in ein Fachgeschäft für Fußböden gefahren. Dort haben wir direkt einen Vinylfußboden in Eichenoptik gefunden, der sogar preislich absolut in unser Budget passt. Außerdem sieht er einfach verdammt gut aus. Da sich die Fliesen in Holzoptik und der Vinylfußboden niemals sehen werden, ist es auch nicht weiter schlimm, dass beide etwas unterschiedlich aussehen.

Vinylfußboden fürs Obergeschoss

Im Februar hatten wir immer mal wieder Kontakt zu der Firma, die den Fußboden und alles drumherum macht, also auch die Lüftung, die Fußbodenheizung und die Duschrinnen. Schon irre, was da alles später im Estrich liegt. Da ich als Mitarbeiter Rabatt auf die Duschrinnen meiner Firma bekomme, war meine Aufgabe jetzt, die passenden Duschrinnen zu besorgen.

Mitte Februar wurden unsere Wände verputzt. In den Badezimmern mit grobem Putz, in allen anderen Räumen in der Qualitätsstufe Q2, die sich schon sehr glatt anfühlt. Nachdem der Putz an der Wand war, konnte ich also die Duschen vermessen und fotografieren, habe die Fotos auf der Arbeit den Kollegen vom technischen Service gezeigt und war dann stolze Besitzerin von zwei Duschrinnen.

Mit dem Putz an der Wand sieht das Haus sofort wieder einen Schritt wohnlicher aus.
Die Garage ist jetzt auch verputzt.

Ein weiteres neues Februar-Achievement: Kellerfenster! Die fehlten bisher und ich wurde langsam skeptisch, ob wir überhaupt nocht welche bekommen würden. Da der Keller aber noch so lange feucht war, ist es wahrscheinlich Absicht gewesen, die erst so spät einzusetzen.

Windows 2018

Ende Februar kam dann endlich auch der Winter, zumindest temperaturtechnisch. Im Grunde hatten wir ja die ganze Zeit schon ziemliches Glück mit dem Wetter gehabt. Der heftige Sturm im Januar hatte uns zwar ein paar Dachziegel abgerissen und damit die Regenrinne verbeult (auch das wurde im Februar zügig repariert), aber wir hatten bisher noch keine Minusgrade. Vor einem Jahr noch hatten wir fast zwei Monate lang Schnee, jetzt hatte es im Februar so gut wie gar keinen Niederschlag gegeben, was vor allem für die Kellertrocknung sicherlich von Vorteil gewesen ist.

Wegen der Kälte konnte jetzt noch kein Estrich vergossen werden und ich war auch davon ausgegangen, dass in dieser Woche gar nichts passiert ist, also war ich dann doch ziemlich überrascht, dass ich heute noch einen weiteren Fortschritt vermelden kann. Neben den Stromleitungen und Heizrohren tummeln sich auf unserem Boden jetzt auch die Lüftungsschächte, die durch zwei Deckenbohrungen miteinander verbunden sind. Jetzt ist also alles bereit für den Estrich, also los, Frühling, komm in die Puschen! Wir benötigen außerdem noch eine Bohrung für die Erdwärme, auch dafür sollte der Boden nicht mehr tiefgefroren sein.

Lüftungsschächte

Unsere jetzige Wohnung ist inzwischen gekündigt, Ende Mai müssen wir hier raus sein. Durch den späten Wintereinbruch hat sich alles ein bisschen nach hinten verschoben, aber noch sieht alles so aus, als stünde einem Umzug im Mai nichts im Weg.

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