Stürmischer Innenausbau

Nach dem Rohbau im letzten Jahr hat im neuen Jahr die Innenausbauphase begonnen. Auf der einen Seite freue ich mich, dass jetzt alles dicht ist und dass vieles nicht mehr vom Wetter abhängt (Haha!), andererseits ist diese Phase auch sehr mühselig: Alles ist nicht mehr so linear, viele Gewerke müssen zusammenarbeiten und wir als Bauherren müssen jetzt viele Entscheidungen treffen und dabei nicht die Übersicht verlieren.

Wie ich im letzten Blogbeitrag schrieb, hatten wir uns aus diesem Grund am 08.01. frei genommen. Zuerst ging es in eine Badausstellung hier in der Nähe, wo wir uns Waschbecken, Unterschränke, Klos, Badewanne und Armaturen ausgesucht hatten. Der Termin ging gefühlt am schnellsten. Besondere Ansprüche haben wir nur in Richtung Waschbecken. Im Standard enthalten ist ein einfaches, relativ kleines Waschbecken ohne Unterschrank, aber wir hätten gerne ein moderneres Waschbecken mit Unterschrank und einer größeren Ablagefläche.

Die Dusche ist noch ein ganz eigenes Thema: Wir bekommen in beiden Bädern gemauerte Duschen, hierfür mussten wir uns nur die Armaturen aussuchen. Die Firma, bei der ich arbeite, produziert Duschrinnen, die ich direkt auf der Arbeit beziehen kann. Das heißt, dass wir hier zwar sparen können, allerdings muss ich mich auch selbst darum kümmern, die passenden Bauteile zu besorgen.

Am gleichen Tag hatten wir noch einen Termin im Baustoffhandel und einen beim Fliesenleger. Der Baustoffhandel hat uns toll beraten und wir haben tolle Fliesen gefunden. Beim Fliesenleger, der auch gleichzeitig Fliesen vertreibt, erfuhren wir dann, dass er nur Fliesen verlegt, die auch da gekauft wurden. Leider gefielen uns die Fliesen dort in der Ausstellung nicht. Die Fliesen, die wir uns vorher im Baustoffhandel ausgesucht hatten, sind aber Standardfliesen, die wir natürlich auch über den Fliesenleger beziehen können. Hier müssen wir jetzt einfach noch die Angebote abwarten. Es ist momentan nämlich gar nicht so einfach, einen Fliesenleger zu finden, da alle gut zu tun haben.

Als letzter Termin an dem Tag stand IKEA an. Zwischendurch haben wir noch bei den neuen Nachbarn die Unterschrift abgegeben, damit sie ihr Bauvorhaben umsetzen können. Bei IKEA wollten wir uns eigentlich wegen einer Küche beraten lassen, aber irgendwie kamen wir an die falsche Person, die uns wegschickte, weil es ja schon 17 Uhr war und nur noch der „Notdienst“ arbeiten würde. Also schauten wir uns noch ein paar Oberflächen und Badmöbel an (schließlich waren wir gerade im Thema) und fuhren schließlich wieder nach Hause.

Am letzten Wochenende stand dann wieder der obligatorischen Wochenendtermin an, um zu gucken, was es so Neues gibt.

Unter anderem haben wir jetzt Fensterbänke.
Außerdem wurde jetzt die Dusche im Obergeschoss gemauert.
Der Elektriker hat auch schon angefangen, Löcher zu bohren und Dosen einzusetzen und der Innenputz liegt schon bereit.

In der nächsten Woche sollten dann die Stadtwerke Schächte zur Straße buddeln und der Elektriker und Sanitärinstallateur weiter arbeiten. Die Woche über war ziemlich schlechtes Wetter mit Wind, Schnee, Regen und Gewitter und ab Mittwoch häuften sich auch die Unwetterwarnungen. Am Donnerstag fegte dann das Sturmtief Friederike einmal über die Mitte von Deutschland, wodurch auch hier im Sauerland viele Bäume entwurzelt und einige Dächer abgedeckt wurden. Während des Sturms kam auch noch Christians Neffe klammheimlich auf die Welt, aber das nur am Rande. 🙂

Heute morgen fuhren wir dann zuerst zum Werksverkauf von puris, eine Hersteller für Badmöbel, um uns nochmal andere Badmöbel anzuschauen, nachdem das erste Angebot von letzter Woche ganz schön teuer war. Da waren auch ein paar ganz gute Möbel dabei.

Das hier kann ich mir zum Beispiel gut fürs kleine Gästebad vorstellen (das Waschbecken links, der Spiegel aber eher rechts).

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob mir Waschbecken aus Mineralguss gefallen. Angeblich sind die bruchfester als Keramik, aber es fühlt sich einfach ungewohnt an und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mit dem Fingernagel Kratzer in diese glatte Oberfläche machen kann. Aber meine Skepsis schwindet so langsam.

Später ging es zum Haus, Sturmschäden begutachten. Wäre etwas schlimmes passiert, hätten die Nachbarn uns wohl schon Bescheid gesagt, aber wer weiß. Zum Glück ist aber nicht viel passiert. Ein Dachziegel hat sich gelöst, wobei er noch ein bisschen vom Dachfirst mit abgerissen hat. Beim Fallen ist dann noch eine kleine Delle in der Regenrinne entstanden (auf dem Bild nur leicht sichtbar). Ob die neu gemacht werden muss, müssen wir dann mal sehen. Auf das Dach müssen die Dachdecker aber sowieso noch einmal, da direkt am Anfang schon zwei Dachziegel kaputt waren, die noch nachgeliefert werden sollten. An der gleichen Stelle ist übrigens auch der Dachziegel abgeflogen. Vielleicht wäre also gar nichts passiert, wenn das Dach vorher schon komplett gewesen wäre.

Sturmschäden am Dach

Es ist aber trotz Sturm mehr am Haus passiert als gedacht. Es steht gerade noch ein kleiner Bagger vorm Haus und es sieht so aus, als hätten die Stadtwerke auch schon ihren Schacht fertig gemacht. Auch die Fortschritte vom Elektriker und Installateur sind gut sichtbar. Aus Löchern in den Wänden, bei denen ich mich vorher teilweise gefragt hatte, wofür sie sind, schauen jetzt Kabel und Rohre. Friederike scheint außerdem einen positiven Effekt auf den nassen Keller gehabt zu haben, zumindest steht dort jetzt kein Wasser mehr.

Kabel im Keller

Badezimmer oben: Links hinter der Wand die Dusche, rechts hinter der Wand das Klo. In der Mitte das Waschbecken. Auf dem Boden sieht man schon die Heizungsrohre, die hier durch die Decke kommen. Strom wurde im Bad noch nicht verlegt.

Links die Dusche, rechts das Klo, in der Mitte das Waschbecken
Das Klo im oberen Bad
Und gegenüber die Dusche

Unten im Bad war ja bisher noch ein Loch in der Wand unter dem Fenster. Das wurde inzwischen zugemauert:

Fenster im unteren Bad

Als nächstes kommt dann der Innenputz, hierfür wurde die Wand auch schon vorbereitet. Das sieht man zum Beispiel an den Schienen hier an der Wandecke und an den Fenstern und im Obergeschoss, wo die Styropordämmung an den Schrägen mit einer Grundierung versehen wurde bzw. gerade noch wird.

Trennwand zwischen Küche und Wohn-/Essbereich
Schlafzimmer oben

Kommenden Freitag haben wir uns mal wieder frei genommen, u.a. um das Thema Küche noch einmal strukturierter anzugehen.

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