Das war der Hausbau-Dezember

Seit meinem letzten Hauspost ist inzwischen über ein Monat vergangen. Passiert ist aufgrund der Weihnachtsfeiertage nicht all zu viel, aber doch mehr als gedacht/erhofft, wobei ich mich ja schon darauf eingestellt hatte, dass nun weniger Fortschritte zu sehen und zu spüren sind.

Am 9. Dezember ging es mal wieder zur wöchentlichen Stippvisite zur Baustelle. Diesmal mit einem Vermessungsgerät von Christians Vater dabei. Einfach mal gucken, ob auch alles so gebaut wurde wie in den Plänen. Manches, z.B. das Bürofenster, sah nämlich doch irgendwie anders aus als wir es uns vorgestellt hatten. Die Maße stimmten aber alle. Das ganze Wochenende über war es schon ziemlich windig gewesen (und heute sogar mit Schneegestöber), sodass die Dachpfannen zwar schon da waren, aber leider noch nicht auf dem Dach. Wir knipsten noch schnell ein obligatorisches Foto und fuhren dann wieder durchs Schneetreiben nach Hause.

Eine Woche später, am 16.12., gab es zum Glück besseres Wetter. Die Dachpfannen waren auf dem Dach und wir entdeckten außerdem, dass in die Fenster nun auch schon Jalousien und Motoren eingebaut worden waren. Ohen Gerüst wirkte auf einmal alles ganz anders und viel fertiger.

Zwei der Dachpfannen am First waren aber wohl beschädigt gewesen, die müssen jetzt noch nachträglich draufgelegt werden.

Am 22. Dezember, meinem letzten Arbeitstag vor Weihnachten, hatte ich glücklicherweise früher Feierabend und konnte nach der Arbeit noch einmal im Hellen an der Baustelle vorbeifahren. Da wir ja am Sonntag vorher erst da gewesen waren und in der Woche bis dahin nicht so viel passiert war, rechnete ich jetzt nicht mit großen Neuigkeiten, aber es gab doch einiges zu gucken.

Die Photovoltaikpaneele liegen nun auf dem Dach, das konnte ich schon von unten von der Straße sehen. Bisher scheinen wir übrigens die einzigen in der Umgebung zu sein, die PV haben, was mich ein wenig verwundert.

Außerdem wurden in dieser Woche alle Fenster bis auf die Kellerfenster eingesetzt. Das Haus ist somit jetzt weitestgehend dicht, der Winter kann also kommen.

Womit ich auch nicht gerechnet hatte, ist, dass diese Woche auch das Garagendach gemacht wurde, sowohl die Sparren als auch das Dach. Ich hoffe, dass dadurch jetzt auch weniger Regenwasser durch die Kellertreppe in den Keller gelangt und der dann besser trocknen kann. Bisher steht da unten leider immer noch etwas Wasser.

Ach, ich vergaß: Ganz dicht ist das Haus dann doch nicht, denn irgendwer scheint sich beim unteren Badezimmerfenster wohl vermessen zu haben.

Am 3. Januar folgte dann der Termin mit den Elektriker. Christian und ich hatten uns am Vorabend zusammengesetzt und alle Steckdosen, Netzwerkanschlüsse, Bewegungsmelder oder sonstige Besonderheiten in einen Grundriss eingezeichnet (ja, dazu kann man ruhig etwas TrashTV gucken…). Das Angebot vom Elektriker kam dann auch direkt am nächsten Tag, denn nächste Woche soll schon der Innenputz kommen und dazu muss der Elektriker am Montag die Leitungen verlegen. Das geht ja alles schneller als gedacht. Schön, schön. Also gut, nicht so schön war, dass in der Bauleistungsbeschreibung viel weniger Steckdosen eingeplant sind als wir benötigen und wir so mal wieder drauf zahlen. Allerdings haben wir noch niemanden kennen gelernt, der da nicht drauf zahlen musste, von daher hatten wir das sowieso schon einkalkuliert.

Ansonsten war diese Woche auch schon der Trockenbauer da und hat die Dämmung im Obergeschoss gemacht. Er meinte zu Christian, dass das ein gutes, solides Haus mit guten Materialien wird. Das hört man doch gern.

Unsere Nachbarn, die im Frühjahr mit dem Bau anfangen wollen, haben sich diese Woche auch gemeldet. Sie brauchen eine schriftliche Genehmigung von uns, da sie ihr Baufenster überschreiten. Anscheinend müssen dann alle Nachbarn damit einverstanden sein. Einen Grundriss mit den Außenmaßen ihres Bungalows haben wir per E-Mail bekommen. Sieht alles gut aus.

Gestern, am 6. Januar, waren wir in Winterberg bei dem Treppenbauer, mit dem unsere Hausbaufirma zusammenarbeitet. Wir hatten im Vorfeld jeder für sich eine Idee, aber nichts spezifisches und jeder hatte auch nur vage Vorstellungen davon, was der andere meinte. In der Ausstellung des Treppenbauers waren wir uns dann sehr schnell einig auf eine Treppe, die ziemlich gut unseren Vorstellungen entsprach. Es war gut, mal die unterschiedlichen Holzsorten live zu sehen anstatt immer nur die Namen zu lesen. Spontan fanden wir Eiche am schönsten. Das hatte ich zum Beispiel gar nicht auf dem Schirm, weil man Eichenholz immer nur mit Omas alter Schrankwand assoziiert. Die Wangen sollen dann entweder schwarz oder weiß werden, die Streben aus Edelstahl oder eine Glaswand anstelle der Streben. Der Treppenbauer holt sich jetzt noch die genauen Maße von der Baufirma und macht dann ein Angebot für zwei unterschiedliche Treppenarten.

Für morgen haben wir uns zum ersten Mal zusammen „Haus-Urlaub“ genommen, denn es stehen insgesamt drei Termine an: Badezimmerplanung, Baustoffhandel und Fliesenleger. Je nach Zeit und Lust werden wir danach noch zu IKEA fahren und nach Küche und Badezimmermöbeln schauen.

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