Macht hoch, die Tür

Es ist Dezember, überall wird es weihnachtlich und inwischen ist der erste Schnee gefallen. In den letzten zwei Wochen ist unser Haus ordentlich in die Höhe gegangen, außerdem haben wir uns weiter mit dem Thema „Türen“ beschäftigt.

Inzwischen wird es leider so schnell dunkel, dass wir nur am Wochenende dazu kommen, im Hellen beim Haus vorbeizuschauen. Letzten Sonntag und diesen Samstag hieß es also warm einpacken und ab zum Grundstück. Einer der groben Meilensteine, die wir uns im Vorfeld gesetzt hatten, war, dass vor dem ersten Schnee und Eis ein Dach auf dem Haus ist und so das Haus einigermaßen dicht ist und der Keller nicht mit Regenwasser volläuft. In der Tat konnten wir an beiden Wochenenden große Sprünge bestaunen.


Letzten Sonntag war das hier also der erste Blick, der sich uns vom Haus zeigte. Eine gute Woche vorher war ich das letzte Mal dort gewesen, da war die Zwischendecke bereits fertig und so weit belastbar, dass aufgemauert werden konnte. Diese Woche hatte man sich dann mit dem Aufmauern des Dachgeschosses beschäftigt. Im Haus selbst gab es jetzt auch zwei Leitern, die ins Dachgeschoss und in den Keller führten.

Vor einer Woche war der Keller noch mit einer Sperrholzplatte abgedeckt gewesen. Den Keller hatten wir bisher ja noch gar nicht gesehen. Als wir das letzte Mal etwas vom Keller gesehen hatten, gab es nur die Außenmauern und das Fundament, aber noch keine Zwischenwände. Bei meinem nächsten Besuch war dann der Keller schon unter der Bodenplatte versteckt, sodass man schnell vergessen hatte, dass darunter noch ein ganzes Geschoss steckte.


Während Christian die Leitern im Treppenhaus heraufkletterte, vertraute ich der Leiter nicht so richtig und erklomm lieber stattdessen das Außengerüst.


Im Dachgeschoss konnte man schon die einzelnen Zimmer erkennen. Hier ein Blick von außen in das südwestliche Schlafzimmer, dahinter, wo die Ziegel liegen, ist das südöstliche Schlafzimmer. Auf der Nordseite liegen ein drittes Schlafzimmer und das Bad. Beides kann man auf dem nächsten Bild erahnen.


Oben ist zu erkennen, dass die Zwischenmauern schon halb hochgemauert sind und schon alles fürs Richten vorbereitet ist, was am nächsten Tag folgen sollte.

In den Keller stieg Christian auch über die innere Leiter, während ich mich durch die z.T. mit Holzplanken zugedeckte Treppe von der Garage aus nach unten quetschte.

Das hier ist der Eingang von der Garage in den hinteren linken Kellerraum, der zweitgrößte Raum im Keller. Hier steht aktuell noch etwas Regenwasser. Hoffentlich wird das nicht mehr. Die Räume auf der anderen Seite, auf der es nicht reinregnen kann, sind trockener.

Interessant fanden wir übrigens, wie das Baugerüst erstmal mit in die Garage eingebaut wurde.

Unser Dach sollte ja nun in der kommenden Woche gemacht werden und unser Bauleiter hatte noch einmal betont, dass wir uns das Richtfest gerne sparen können. In der Tat sahen wir auch einfach keine Möglichkeit, unter der Woche da groß etwas auf die Beine zu stellen, schon gar nicht im Hellen. Also steckte ich zum Abschied noch ein Centstück in eine Fuge.

Erfolgreich durchgefroren ging es dann wieder zurück.

Das Nichtfest

Die letzte Woche ist gefühlt sehr schnell vorbeigegangen. Diesen Samstag ging es also bei ähnlichem Brrristdaskaltarghwetter wieder zur Baustelle. Und da war es: das Dach. Es war schon von Weitem zu sehen und ich jauchzte beim Anblick ein wenig.


Rein optisch ist in der letzten Woche viel passiert. Der komplette Dachstuhl wurde gemacht und auch die Mauern im Obergeschoss, die letzte Woche nur so halbhoch waren und deshalb noch nicht so richtig das Gefühl von einem fertigen Obergeschoss gegeben hatten, waren jetzt bis unter den Dachstuhl hochgezogen.

Wir haben außerdem jetzt hinten eine Regenrinne, die mittig neben dem Erker vom Dach heruntergeht und man sieht auch schon die weißen Pfetten sowie die weiße Lattung am Giebel. Diese Kleinigkeiten machen, dass sich alles schlagartig viel realer anfühlt.

Im Erdgeschoss wurden die Metallpfeiler, die die Betondecke bisher noch abgestützt hatten, diese Woche entfernt. Auch dadurch wirken die Räume jetzt echter als noch vor einer Woche und vor allem auch wieder größer.


Blick vom Flur in die Küche (Tür geradeaus), ins Treppenhaus (rechts) und ins Wohnzimmer (links).


Blick von der anderen Seite bzw. aus der Ecke, vor der Christian auf dem vorherigen Bild entlanggeht. Links die offene Wohnküche, in der Mitte die Tür zum Flur, rechts die Bürotür.

Heute habe ich dann auch mal meine Angst vor der Leiter überwunden. Zu groß war die Neugierde, jetzt auch endlich in unserem fertigen Dachgeschoss herumzulaufen.


Ein Blick vom Treppenhaus aus nach oben. Die halbhohe Wand ist auch neu. Im oberen Flur (hier im Bild direkt oberhalb der Leiter) kann man dann auch erkennen, wo die Bodenluke später hinkommt.


Hier ein Bild von einem der Schlafzimmer, genauer gesagt das im Südosten neben dem Badezimmer. Die drei Zimmer im Obergeschoss sind alle gleich groß und sehen auf den Fotos komplett identisch aus, weshalb ich euch jetzt mal die Bilder der anderen beiden Zimmer erspare.


Blick vom nordwestlichen Schlafzimmer durch den Flur ins südöstliche.


Im Badezimmer fehlt noch die gemauerte Dusche. Die Zwischenwand, die Dusche und Toilette dann trennen wird, ist aber schon angedeutet.


Was nun neben den Dachziegeln noch fehlt, ist das Flachdach für die Garage, aber auch hier hat es Fortschritte gegeben. Der Betonanker für das Dach (also die Betonschicht, die man hier über den Ziegeln sieht) wurde gegossen, sodass es hier wohl auch nicht mehr lange dauern wird.

Ich hoffe, dass das Haus so schnell wie möglich regen- und schneedicht gemacht wird, sodass innen in Ruhe weitergearbeitet werden kann. Eine wunderschöne Bautür haben wir zumindest schon.

Apropos Tür, mit dem Thema hatten wir uns ja schon länger beschäftigt bzw. uns auch schon eine Haustür ausgesucht, die uns beiden gut gefällt. Für die Kellertür hatten wir außerdem abgeklärt, dass diese eine rauchdichte Tür sein muss. Neu für uns war, die Information dass in unseren Unterlagen anscheinend der falsche Wert für die Wärmeverlustleistung stand, bzw. bezog sich der Wert (1,2) auf ein KfW55-Haus und nicht auf unser KfW40plus-Haus (0,9).  Im Klartext bedeutet das, dass wir eine dichtere Tür brauchen. Das lässt sich wohl mit einer Dreifachverglasung leicht lösen (wir hatten uns schon eine relativ dichte Tür ausgesucht), aber d.h. auch, dass wir dafür nun noch ein neues Angebot brauchen.

Ich bin gespannt, wie es jetzt weiter geht. Die Schritte werden ja leider wieder kleiner, sodass man wohl nicht mehr so viel aus der Ferne jauchzen wird (außer, wenn endlich der Außenputz drauf ist). Vermutlich werden wir uns in der nächsten Zeit mehr mit Fliesen, Treppe und Innenraumgestaltung beschäftigen. Anfang des Jahres wollen wir außerdem die Küche final planen. Hierzu hatten wir uns vor ein paar Monaten schon einmal beraten lassen, da unser Fall nicht ganz so einfach ist. Dazu werde ich aber wohl nochmal einen eigenen Blogpost schreiben, wenn das Thema wieder aktuell wird.

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